In Bern den richtigen Weg gefunden

Daniela Rupp und Kevin Wunderlin gewinnen das Mixed Doubles Bern.

Das Duo Rupp/Wunderlin blieb in Bern ungeschlagen.

Das Duo Rupp/Wunderlin blieb in Bern ungeschlagen.

(Bild: Christian Roth)

Von einer hart erkämpften Bestätigung sprach Daniela Rupp, als der bisher grösste Erfolg von ihr und Kevin Wunderlin feststand. Im Final des vierten internationalen Mixed-Doppel-Turniers in Bern bezwang das Duo des CC Zug die schottischen Meister Gina Aitken und Scott Andrews 9:7. Für Rupp und Wunderlin handelt es sich um den ersten Turniersieg auf der World Tour.

Im Frühling waren sie überraschend Schweizer Meister geworden und konnten die Schweiz danach an der WM vertreten. Doch an den Titelkämpfen verpassten sie die Qualifikation für die Viertelfinals und mussten sich mit dem enttäuschenden 9. Rang zufriedengeben. «Wir haben an uns gearbeitet», sagte Rupp. «Der Sieg in Bern zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.» Enden soll dieser für die aktuelle Nummer 2 unter den Schweizer Mixed-Doppel-Curlingteams mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2022 in Peking.

Perret/Rios auf Rang 3

Selbiges haben auch Jenny Perret und Martin Rios vor. Die Seeländerin und der Glarner hatten 2018 in Südkorea Olympiasilber gewonnen – und mit ihrer Kommunikation die Herzen der Schweizer Sportfans erobert. Vor einer Woche feierten Perret/Rios in Sotschi (RUS) ihren ersten Turniersieg auf der World Tour in dieser Saison. In Bern aber, wo sie noch nie reüssieren konnten, ging es für die beiden einmal mehr nicht ganz auf, wobei sie das Endspiel nur knapp verpassten.

Aitken/Andrews zwangen die Schweizer im Halbfinal zu einem äusserst schwierigen Runback Double Take-out für den Sieg – diesen verfehlte Perret um Haaresbreite, was zur 5:8-Niederlage führte. «Nach 22 Spielen in den letzten elf Tagen zeigte unsere Leistungskurve nach oben. In diesem Spiel sollte es einfach nicht sein», resümierte Rios nach der Halbfinalniederlage. Immerhin: Im kleinen Final bezwangen die Gastgeber das schwedische Spitzenduo Ahlberg/Westerman 6:4.

China und das grosse Ziel

Ohne Viertelfinalqualifikation reiste die chinesische Delegation zurück nach Peking. Sie war mit drei ihrer fünf Teams, die sich Hoffnungen auf den begehrten Olympiaplatz machen dürfen, nach Bern gekommen und absolvierte hier ein zweiwöchiges Trainingslager. «Für China gibt es in Peking nur eine Option: Gold. Die Teams können technisch und taktisch bereits heute mit den Europäern mithalten. Was ihnen noch fehlt, ist die Erfahrung», sagte der chinesische Nationalcoach Tomi Rantamäki. «Wir können es schaffen, doch es ist noch ein langer Weg», hielt der Finne fest.

mob/pd

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...