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Lerchenfelds kleines Wunder

Der FC Lerchenfeld holt sich beim 0:0 in Konolfingen einen weiteren Punkt.

Für Lerchenfeld-Trainer Bruno Feller gabs in Konolfingen viel Ärger und einen Punkt. Archivfoto: Markus Grunder
Für Lerchenfeld-Trainer Bruno Feller gabs in Konolfingen viel Ärger und einen Punkt. Archivfoto: Markus Grunder

Keine Tore, dafür reichlich Gesprächsstoff. Nach dem Spiel herrschte unter den Trainern Einigkeit. «Gelb hätte gereicht», sagte Konolfingens Hanspeter Kilchenmann. «Das gibt es doch nicht», enervierte sich der Lerchenfelder Bruno Feller. Doch Fussball ist keine Demokratie, entscheiden muss oder darf einzig der Schiedsrichter. Nun, Dominique Schaub zog in der Schlüsselszene – nach Intervention seines Assistenten – Rot.

Was aber war passiert? Kurz vor der Pause wurde der Konolfinger Torjäger Marco Schneider nahe der Strafraumgrenze gefoult. Er hätte wohl aufs Tor ziehen können, doch Robert Wyss, der das Foul begangen hatte, war nicht der hinterste Mann. Schaub hielt eine Verwarnung des Fehlbaren zuerst für angemessen, folgte aber schliesslich seinem Assistenten, der auf Platzverweis plädierte. Für Wyss, erst in der 36. Minute eingewechselt, war die Partie vorzeitig beendet.

Feller legte verbal nach: «Offenbar sollen wir den Ligaerhalt nicht schaffen dürfen», grantelte er. Lerchenfeld hatte kurz vor dem strittigen Platzverweis ein Tor erzielt, das wegen Offsides nicht anerkannt worden war.

Laut Feller ein weiterer krasser Fehlentscheid. Erstaunlicherweise war Lerchenfeld selbst in numerischer Unterzahl die bessere Mannschaft und damit der Punkt für das Unentschieden verdient. Der Thuner Quartierverein schreibt gerade an einem kleinen Wunder. Vor der Winterpause weitgehend erfolglos und in akuter Abstiegsgefahr dreht die Equipe jetzt auf und ist im Frühling noch unbesiegt.

Grund dafür sind unter anderem zwei Zuzüge. Pascal Cerrone und Ardit Zenuni verfügen beide über Super-League-Erfahrung und erweisen sich als Stütze für die Lerchenfelder. So kann das Team derzeit auch mit den Spitzenclubs der 2. Liga inter mithalten. Die Partie gegen Konolfingen beendete Lerchenfeld übrigens sogar nur mit neun Spielern. In der 96. Minute erhielt nämlich auch Patrick Gerber nach einer Tätlichkeit die Rote Karte gezeigt.

In der Rangliste haben die Lerchenfelder zu Timau Basel aufgeschlossen. Mit weiteren Punkten wollen sie sich möglichst rasch aus der Abstiegszone verabschieden. Bereits am nächsten Wochenende besteht die grosse Chance auf Punktezuwachs. Auf der Waldeck (Samstag, 16.00 Uhr) wird der FC Subingen zu Gast sein. Der Tabellenletzte hat in dieser Saison noch kein einziges Spiel gewonnen. Am besten holt man Siege allerdings in Voll­­bestand.

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