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Mit einem Bein im Halbfinal

Rekordmeister Wiler-Ersigen ist noch einen Sieg vom Halbfinaleinzug entfernt. Dank einem 6:4-Heimsieg gegen ein ersatzgeschwächtes Uster geht der Favorit in der Serie 3:0 in Führung.

Die beiden Finnen Tatu Väänänen (links) und Miro Lehtinen bejubeln einen Treffer.
Die beiden Finnen Tatu Väänänen (links) und Miro Lehtinen bejubeln einen Treffer.
Hans Ulrich Mülchi

Die Viertelfinalserie zwischen dem SV Wiler-Ersigen und dem UHC Uster war bisher auch geprägt von prominenten Abwesenden. Aufseiten von Wiler-Ersigen hatte am ersten Wochenende Matthias Hofbauer, der privat in Südamerika weilte, gefehlt. Seit dem dritten Drittel im ersten Spiel muss der SVWE auch auf Topskorer Deny Känzig verzichten. Diesmal fehlten beim Gegner Uster sehr prominente Namen auf dem Matchblatt. Die beiden finnischen Offensivkräfte Niko Juhola und Kaapo Savinainen, die hinter Topskorer Simon Suter mit Abstand erfolgreichsten Torschützen der Zürcher, mussten beim dritten Vergleich im Playoff passen.

Uster mit einer Toplinie

Mit dieser Ausgangslage vor der Brust gingen die Zürcher quasi «all-in» und formierten um den schwedischen Routinier Joel Kanebjörk und die Urgesteine Florian Bolliger und Raphael Berweger eine absolute Toplinie. Die beiden anderen Formation schienen nur darauf bedacht zu sein, in der Defensive die Null zu halten. Und lange Zeit ging die Rechnung von Uster hervorragend auf. Während die erste Formation der Zürcher am Ende der Begegnung alle vier Tore (und zwar gegen alle drei SVWE-Blöcke) erzielt haben sollte, stellten sich die beiden anderen Linien lange so geschickt im Defensivverbund an wie seinerseits der SVWE lange Zeit zu ungeschickt agierte.

Vorne lange zu unpräzis

So fehlten zu Beginn des Spiels nicht die Chancen, aber die Präzision im Abschluss. Und beim Ausführen der Gegenstösse und in der Defensive verteilte Wiler-Ersigen auch noch Geschenke, welche Uster zu einer 2:0-Führung ausnützen konnte. Dem ersten Treffer ging ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung voraus, beim zweiten Treffer fehlte die Blockarbeit gegen Florian Bolliger. Es brauchte dann schon die Initialzündung durch Marco Louis, der mit einer Körpertäuschung in der Mittelzone gleich zwei Gegner ins Leere laufen liess und den Ball resolut in die Maschen drosch (24.). Louis baute seine Torserie damit auf fünf Spiele aus und traf kurz nach Spielmitte erneut zum 2:2-Ausgleich nach einem genialen Pass von Jan Bürki.

Zwei Finnen, zwei Tore

Die Partie konnte nun quasi wieder von neuem beginnen, und während die Finnen bei Uster wie eingangs erwähnt eben gar nicht mittun konnten, setzten sich nun die Finnen beim SV Wiler-Ersigen gekonnt in Szene. Miro Lehtinen traf nach einem brillanten Pass von Rückkehrer Hofbauer zur erstmaligen Führung (38.). Captain Tatu Väänänen beruhigte die Nerven der Fans mit dem Tor zum 4:2 kurz nach Beginn des Schlussabschnittes zusätzlich.

Doch weil der UHC Uster nun auf zwei Linien reduzierte und damit die Topformation noch mehr Spielzeit erhielt, blieb der Gast dran. Denn sowohl auf das 4:2 wie später auch auf das 5:3 hatten die Zürcher jeweils kurz darauf eine Antwort bereit und schafften den Anschlusstreffer. Wie schon letzten Sonntag in Uster war es dann Claudio Mutter, welcher die Partie mit seinem Treffer definitiv entschied und den Schlussstand von 6:4 herstellte.

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