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Motocross-Spektakel in Linden

Lokalmatador Tom Lüthi nahm als Gastfahrer in der Hobbykategorie teil, Loris Freidig in der höchsten MX2-Klasse. Ein Podestplatz resultierte für beide nicht.

Der Sumiswalder Loris Freidig zeigte den vielen Zuschauern eine eindrückliche Aufholjagd.
Der Sumiswalder Loris Freidig zeigte den vielen Zuschauern eine eindrückliche Aufholjagd.
Patric Spahni

Die «Oelborig», das coupierte Gelände am Ortsrand, wo in den 70er-Jahren in 5400 Metern Tiefe nach Öl und Gas gebohrt wurde, war zum 35. Mal Schauplatz des Motocross Linden. Nicht zuletzt auch auf Wunsch des nationalen Verbandes Fédération Moto Schweiz integrierte der Organisator, das Motorrad-Racing-Team Linden um OK-Präsident Bruno Steiner, neu die Swiss-MX2- wie auch die Swiss-MX-Open-Klasse. Dies wiederum erforderte einige Modifikationen betreffend Streckenlayout. So wurde beispielsweise der Start auf den höchsten Punkt der Strecke versetzt, einige zusätzliche Sprünge integriert, welche wiederum die technischen Anforderungen an die Fahrer nach oben schraubten.

Lüthis Training

Bei sommerlichen Temperaturen erlebten die rund 3000 Zuschauer spannende Rennen, nicht zuletzt deshalb, weil die Fahrer auf dem perfekt präparierten Kurs, ohne Morast und tiefe Furchen, optimale Bedingungen vorfanden. Während Lokalmatador Tom Lüthi zu Trainingszwecken in der Hobbykategorie mitfuhr – der Moto2-Pilot erreichte den9. Rang –, hatte Loris Freidig höhere Ambitionen. Der Sumiswalder fuhr in der MX2-Klasse im freien Training Bestzeit und in der Qualifikation auf Platz 2, kam am Sonntag aber miserabel weg. Als das Startgitter fiel, startete der Emmentaler, von links und rechts bedrängt, zu wenig energisch. Freidig fand sich auf Platz 24 wieder. Doch dann startete der Yamaha-Pilot in Diensten des deutschen STC/iXS-Racing-Teams eine fulminante Aufholjagd – bis zur Zielflagge resultierte noch Platz 5.

Freidigs Fehlstart

Freidig, der bereits auch schon einige FIM-Weltmeisterschaftsläufe bestreiten durfte, erwischte auch im 2. Lauf einen harzigen Start, fand aber rasch seinen Rhythmus, überholte Fahrer um Fahrer und landete schliesslich auf Rang 4. «Kondition und Speed waren okay, beide Starts jedoch gingen in die Hosen», blickt Freidig auf die beiden Rennen zurück. Zwar vermochte der in der Meisterschaft führende Belgier Bryan Boulard seinen Vorsprung auf die Verfolger Freidig und Robin Scheiben (Bürglen) auf 16 Punkte auszubauen, doch erhalten beide anlässlich der Schweizer Meisterschaft am 8. September in Malters die Gelegenheit, den schnellen Honda-Piloten aus Belgien noch zu überholen.

Das Wochenende in Linden hat gezeigt, dass der Motocross-Event nach wie vor seine Berechtigung hat. OK-Präsident Bruno Steiner zog jedenfalls eine zufriedenstellende Bilanz. Der 36. Austragung dürfte nichts im Weg stehen, auch wenn dann Tom Lüthi vielleicht aus terminlichen Gründen nicht starten sollte.

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