Offensiv und unbelastet

Wiki-Münsingen hat das Derby gegen Thun im Penaltyschiessen 5:4 gewonnen. Es hätten auch noch deutlich mehr Tore fallen können.

Pascal Rossel (Thun, rechts) scheitert an Wikis Torhüter Sandro Zaugg. Foto: Daniel Teuscher

Pascal Rossel (Thun, rechts) scheitert an Wikis Torhüter Sandro Zaugg. Foto: Daniel Teuscher

Reto Pfister

Wiki-Münsingen und Thun sind Nachbarn, im Nachwuchs Partner, in der MSL Konkurrenten: Viermal pro Saison duellieren sie sich in der Regular Season, ein erstes Mal am Dienstag in der Wichtracher Sagibach-Halle.

Die Saison ist noch jung, die Tabelle weist noch kaum Konturen auf, nach zwei Runden hatten die meisten Teams in der dritthöchsten Spielklasse je einmal gewonnen und verloren. So auch Wiki und Thun. Unter Druck, das Punktekonto eröffnen zu müssen, stand keines der beiden Teams. Auch ist die Position in der Rangliste aktuell noch nicht so wichtig, Die Folge war, dass Aaretaler und Oberländer unbelastet auftraten und an diesem Abend vor allem dazu Lust hatten, ihre Kreativität auf dem Eis auszuleben.

Die Scheibe wurde von Tor zu Tor gespielt, die Zone um den Mittelkreis war diejenige, in der sich die Spieler am wenigsten aufhielten. Früh fielen auch Tore, wobei die Gastgeber erst eine Spur zielstrebiger agierten und auch in der Abwehr etwas kompakter standen. Und deshalb auch verdient bei Spielhälfte 3:1 führten.

Nachdem Thun die erste Wiki-Führung noch ausgeglichen hatte, zog Christian Reber entschlossen aufs Tor und erzielte das 2:1 für Wiki. In der 30. Minute versäumten es die Gäste, Laris Marbot vor dem eigenen Gehäuse zu decken, dieser traf zum 3:1 für die Gastgeber. Reber, ein schneller Flügelstürmer, war als Passgeber auch an diesem Treffer beteiligt.

Wiki bleibt Wiki

Die Schiedsrichter hatten bis dahin wenig zu tun gehabt. Dies änderte sich in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts. Die Aaretaler agierten nun etwas passiver und mussten wiederholt in Unterzahl agieren. Erst blieb dies folgenlos, doch dann demonstrierten die Reymondin-Brüder ihre Qualitäten im Powerplay. Sie werden in Überzahl jeweils als Spielmacher auf der Verteidiger-Position eingesetzt und waren aus dieser erfolgreich.

Thun war nun die bessere Mannschaft und ging in Führung. Doch Wiki bleibt Wiki, demonstrierte seine Kampfstärke und gab auch nicht auf, als es erneut mit einem Mann weniger agieren musste. Captain Cyril Kormann erzielte in der 56. Minute das 4:4. Es hätte jedoch nach 60 Minuten auch 6:6 oder 7:7 stehen können.

In der Verlängerung konnten die Gäste erneut in Überzahl spielen, erzielten aber das entscheidende Tor nicht. Es kam zum Penaltyschiessen. In diesem trafen für Wiki Stefan Baumgartner und Kevin Dällenbach, für Thun nur Pascal Rossel. Der zweite Punkt blieb im Aaretal.

Wiki – Thun 5:4 n.P. (2:1, 1:1, 1:2)
466 Zuschauer. – Tore: 9. Nicolas Kormann 1;0, 11. Inniger (Rossel) 1:1. 14. Reber (Jolliet) 2:1. 30. Marbot (Reber, Baumgartner) 3;1. 40. Gil Reymondin (Ausschluss Bichsel) 3:2. 42. Joel Reymondin (Inniger, Boss/Ausschluss Allemann) 3:3. 47. Eicher (Rossel, Kohler) 3:4. 56. Cyril Kormann (Allemann/Ausschluss Luca Steiner!) 4:4.

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