Optimismus trotz vieler Wechsel

Der FC Langenthal startet heute Mittwoch mit einem Heimspiel gegen Wohlen in die Saison 2019/20.

Willy Neuenschwander steigt in seine 14. Saison als FCL-Trainer.

Willy Neuenschwander steigt in seine 14. Saison als FCL-Trainer.

(Bild: Marcel Bieri)

Der FC Langenthal steht vor seiner dritten Saison in der 1. Liga. Bis zum letzten Spieltag mussten die Oberaargauer im vergangenen Frühling zittern, ehe sie im letzten Spiel mit einem 2:0-Erfolg auswärts gegen Old Boys Basel den Klassenerhalt sichern konnten. Willy Neuenschwander, das Langenthaler Urgestein, konnte aufatmen. Auch in der Saison 2019/20 steht er an der Seitenlinie. Es ist seine 14. Saison als Cheftrainer beim FCL, verteilt auf drei Abschnitte.

Der 71-Jährige blickt mit gemischten Gefühlen zurück: «Wir standen die gesamte Saison ständig unter Zugzwang, hielten dem Druck aber bis zuletzt stand. Darauf dürfen wir stolz sein.» Insbesondere in der zweiten Saisonhälfte ist seinen Schützlingen eine beeindruckende Steigerung gelungen. Betrachtet man nur die Resultate des Jahres 2019, waren die Oberaargauer die siebtbeste Mannschaft der Rückrunde. Indes war die 1.-Liga-Gruppe 2 derart ausgeglichen, dass schliesslich 30 Punkte notwendig sein sollten, um die Ligazugehörigkeit sicherzustellen.

10 Zuzüge, 9 Abgänge

Die Aufgaben in der kommenden Spielzeit dürften kaum einfacher werden. Mit Wohlen und Baden sind zwei namhafte Gegner in die Gruppe 2 dazugestossen. Die Leistungsdichte dürfte sich entsprechend sogar nochmals erhöht haben. Nichtsdestotrotz ist Willy Neuenschwander zuversichtlich, heuer nicht in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. «Es ist uns gelungen, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen», konstatiert er. Die Zusammenstellung der Mannschaft sei herausfordernd gewesen. Insgesamt galt es neun Abgänge zu ersetzen.

Die Verantwortlichen hatten somit alle Hände voll zu tun, um die erforderlichen Transfers zu tätigen. Und sie haben ihre Hausaufgaben gemacht. Nicht weniger als zehn Spieler stiessen zum FCL hinzu. Neuenschwander ist überzeugt, dass seine Mannschaft insbesondere in spielerischer Hinsicht noch an Qualität zugelegt hat. «Eine Herausforderung wird sein, die notwendigen Automatismen wieder herzustellen», sagt er. «Die Darbietungen in den Vorbereitungsspielen stimmen aber optimistisch, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.» Immerhin ist bei den Übungsleitern eine Konstanz auszumachen: Der Trainerstab geht in seine dritte gemeinsame Spielzeit.

Guter Start erwünscht

Die Resultate in der Vorbereitung fielen ausgeglichen aus. Während man drei Partien siegreich gestaltete, verliess man auch dreimal als Verlierer den Platz. Neuenschwander strebt heuer einen Schritt nach vorne an. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld stellt das Ziel dar. Dafür soll diesmal ein guter Start gelingen, um nicht sogleich wieder in Rücklage zu geraten. Auch die Spielweise soll gewisse Änderungen erfahren. «Wir sollten in der Lage sein, ein gepflegteres Aufbauspiel aufzuziehen. Zudem verfügen wir über Mittelfeldspieler, die vermehrt offensive Impulse setzen und somit die Stürmer besser unterstützen können.»

Der ehemalige Bankangestellte, der letztmals im September 2017 zum FC Langenthal zurückkehrte und Biel als grossen Aufstiegsfavoriten bezeichnet, ist aber überzeugt, dass auch heuer ein intaktes Teamgefüge die Basis zum Erfolg bilden wird. «Nur wenn es uns gelingt, als Einheit aufzutreten, und wir bereit sind, konstant an unsere Leistungsgrenze zu gehen, können wir unsere Ziele erreichen.» Bereits die erste Hürde wird nämlich hoch sein. Zum Saisonstart gastiert heute Mittwoch Wohlen, Absteiger aus der Promotion League, auf der Rankmatte (Anstoss 20 Uhr).

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