SC Langenthal: Erfolg in Zeiten des Umbruchs

Heute startet Langenthal in La Chaux-de-Fonds in die Finalserie um den Swiss-League-Titel. Die Ligaqualifikation würde der SCL bestreiten, weiter äussert man sich zum Thema Aufstieg derzeit nicht.

<b>Captain Stefan Tschannen</b> hebt 2017 den Pokal in die Höhe. Bald könnte es im Schoren wieder solche Bilder geben.

Captain Stefan Tschannen hebt 2017 den Pokal in die Höhe. Bald könnte es im Schoren wieder solche Bilder geben.

(Bild: Keystone)

Reto Pfister

Beim SC Langenthal ist die Vorfreude gross. Heute beginnt die Best-of-7-Finalserie gegen La Chaux-de-Fonds. Der Puck zum ersten Spiel wird um 19.45 Uhr im Neuenburger Jura eingeworfen. Nach 2012 und 2017 winkt dem SCL die Chance, den Meistertitel der Swiss League ein drittes Mal zu gewinnen.

«Bis jetzt haben wir in dieser Saison unsere Ziele erreicht», sagt Gian Kämpf, der Geschäftsführer der Oberaargauer. «Wir wollten erst in der Qualifikation unter die ersten vier und dann in den Final.» Es sei keine einfache Saison gewesen.

«Gegen den Schluss hin haben wir dank starken Kollektivleistungen so weit kommen können», sagt Kämpf. Kann Langenthal erneut den Pokal in Empfang nehmen, dürfte das Team die Ligaqualifikation gegen Davos oder Rapperswil-Jona bestreiten. Und es würde sich erneut die Frage stellen: Will der SCL aufsteigen?

Langfristiger Aufbau

2017 hatte sich die Clubführung vor dem Beginn der Finalserie gegen Rapperswil-Jona zu diesem Thema nicht klar positioniert. Erst vor der Ligaqualifikation gab es ein klares Bekenntnis pro Aufstieg; diese ging gegen Ambri-Piotta allerdings 0:4 verloren. Auch diesmal vermeidet Kämpf klare Aussagen. «Die Ligaqualifikation würden wir spielen», sagt der SCL-Geschäftsführer. «Weiter äussere ich mich zu diesem Thema derzeit nicht.»

Ein Aufstieg in die National League würde nicht wirklich zur aktuellen Situation passen, in der sich der SC Langenthal derzeit befindet. In den nächsten Jahren werden die Heimspiele nach wie vor in der Schoren-Halle ausgetragen, die geplante neue Heimstätte im Gebiet Hard wird erst in sechs, vielleicht sogar erst in acht Jahren in Betrieb genommen. Dazu befindet sich der Verein im Umbruch.

Die Ära der beiden Kanadier Brent Kelly und Jeff Campbell endet; Letzterer ist verletzungsbedingt bereits in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz gekommen und derzeit Assistent von Trainer Per Hanberg. Und auch auf der Führungsebene werden die wichtigen Positionen neu besetzt. Stephan Anliker, der am Montag als Präsident der Grasshoppers zurückgetreten ist, gibt wie schon länger bekannt auch den Vorsitz beim SC Langenthal ab. Im August folgt ihm der derzeitige Geschäftsführer Kämpf.

Und es wurde mit Kevin Schläpfer ein neuer Sportchef eingestellt, der mit einem Vierjahresvertrag langfristige Aufbauarbeit leisten soll. Schläpfer wird für den Aktiv- und den Nachwuchsbereich verantwortlich sein. Die Strategie sieht vor, auch die erste Mannschaft zu verjüngen, mit dem Ziel, beim Einzug ins neue Stadion für höhere Ziele bereit zu sein.

Offiziell nimmt er seine Arbeit am 1. Mai auf, hinter den Kulissen ist der 49-Jährige aber bereits an den Entscheidungen beteiligt. Das betrifft etwa die beiden Ausländerpositionen. Zu vernehmen ist, dass diese mit jüngeren Akteuren besetzt werden sollen.

Offene Ausgangslage

Vorerst aber gilt das Augenmerk der Serie gegen La Chaux-de-Fonds. In den Direktbegegnungen holten die Romands in dieser Saison 9:3 Punkte. Allerdings spricht das Abschneiden in den Playoff-Finals für den SCL (siehe Kasten). Und Langenthal hat sich im Halbfinal gegen Olten in guter Form präsentiert. Die Ausgangslage scheint offen.

Die Partie im Liveticker:Heute ab 19.30 Uhr auf bernerzeitung.ch/langenthalertagblatt.ch.

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