SC Langenthal macht weiteren Schritt

Durch einen 3:0-Erfolg gegen La Chaux-de-Fonds führt Langenthal in der Finalserie 2:0.

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Reto Pfister

Und dann wurde es plötzlich rasant, ein zuvor verhalten geführtes Spiel nahm Fahrt auf. Der SC Langenthal erhöhte Tempo und Kadenz, kam zu Chancen und traf. Robin Leblanc wurde bei einem Konter von Nico Dünner bedient, bezwang La-Chaux-de-Fonds-Torhüter Tim Wolf und gab damit gleichzeitig das Signal für sein Team, die offensiven Bemühungen zu intensivieren. Gute Gelegenheiten folgten innert kurzer Zeit, Vincenzo Küng und Mathieu Maret trafen den Pfosten.

Nur das zweite Tor, das den Spielverlauf bereits in entscheidende Phasen hätte lenken können, fiel nicht. Die Gäste fanden wieder ins Spiel zurück. Und so war auch das zweite Swiss-League-Finalspiel eine enge Angelegenheit. Die aber verdientermassen zugunsten von Langenthal endete. Weitere Treffer fielen erst in der Schlussminute, als die Gäste ohne Torhüter agierten. Nach dem 3:0-Sieg fehlen den Oberaargauern noch zwei Siege, um zum dritten Mal nach 2012 und 2017 den Meistertitel der zweithöchsten Spielklasse zu gewinnen.

Nie Dauerdruck

La Chaux-de-Fonds war vor allem dann stark, wenn die Intensität nicht allzu hoch war. So besassen die Gäste in den ersten zehn Minuten Vorteile, bevor Langenthal zur erwähnten Temposteigerung ansetzte. Und der Qualifikationssieger blieb auch im letzten Drittel gefährlich. Timothy Coffman (43.) scheiterte mit einem Solo nur knapp, die Gastgeber verpassten es anschliessend erneut, den zweiten Treffer zu markieren, und es blieb bis zum Schluss spannend.

Die Neuenburger kamen zu zwei Überzahlgelegenheiten und sorgten auch für Gefahr, allerdings vermochte sich der SCL immer wieder zu lösen und so Dauerdruck zu vermeiden. So passte die entscheidende Szene zu diesem Spiel. La Chaux-de-Fonds ersetzte etwas mehr als eine Minute vor dem Ende Torhüter Tim Wolf durch einen sechsten Feldspieler, vermochte sich allerdings nicht im gegnerischen Drittel festzusetzen. Vincenzo Küng, der die Saison beim Gegner begonnen hatte, passte auf Dario Kummer, der 59 Sekunden vor Schluss das 2:0 ins leere Tor erzielte. Pascal Pelletier gelang das Gleiche auch noch, der SCL gewann letztlich vielleicht ein Tor zu hoch.

Auf dem richtigen Weg

«Wir sind auf dem richtigen Weg», kommentierte Stürmer Nico Dünner die Leistung seiner Mannschaft. «Wir wollten kompakt stehen, damit die starken Individualisten von La Chaux-de-Fonds nicht zur Geltung kommen. Dies ist uns gelungen, Goalie Philip Wüthrich war erneut ein sicherer Rückhalt.» Man müsse im dritten Spiel am Sonntag auswärts nicht viel anders machen. «Wenn wir so weiterspielen, kommt es gut.» Ähnlich äusserte sich Robin Leblanc, der sich erneut in einem wichtigen Moment als eiskalter Skorer hervortat.

«Das ganze Team hat heute gut gespielt, wir müssen so weiterfahren.» Das einzige Manko aus Langenthaler Sicht war, dass man erst in der letzten Minute den zweiten Treffer erzielte und so dem Gegner die Chance offenhielt, auszugleichen. Dies konnte man jedoch verschmerzen. Es reichte auch so zu einem weiteren Schritt in Richtung Triumph.

Berner Zeitung

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