«Sie spielen lieber, statt zu trainieren»

Trainer Aleksandar Stevic ist vor dem Heimspiel am Samstag (19 Uhr) des BSV Bern gegen den RTV Basel mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden.

Aleksandar Stevic ist mit dem BSV Bern auf dem richtigen Weg.

Aleksandar Stevic ist mit dem BSV Bern auf dem richtigen Weg.

(Bild: Christian Pfander)

Zwei Wochen stand Ihr Team zuletzt nicht mehr im Einsatz. War diese Pause ein Fluch oder ein Segen?
Sie war insofern gut für uns, als dass wir kleinere Blessuren auskurieren konnten. Am Samstag sollten gegen den RTV Basel alle mitwirken können. Und wir konnten einige taktische Sachen vertiefen. Zuletzt jedoch merkte man es den Spielern an, dass sie wieder einen Ernstkampf bestreiten wollen. Sie spielen lieber, als dass sie trainieren.

Eine Pause bietet die Gelegenheit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Wie fällt diese aus?
Positiv. Wir sind in der Meisterschaft in der Spitzengruppe mit dabei, im Cup im Viertelfinal. Dazu sind wir auch im EHF-Cup eher unerwartet in die 3. Runde vorgestossen. Dazu haben sich die neuen Spieler sehr gut integriert.

Unter den Neuen befinden sich mit Marco Strahm und Renato Milosevic auch zwei junge Akteure, die zuvor kaum oder gar nicht in der NLA gespielt haben. Wie haben diese sich bewährt?
Marco hat eine Top-Vorbereitung absolviert und spielt am linken Flügel sehr solide. Und Renato hat sich im Tor unglaublich gesteigert.

Er besitzt nur einen Einjahresvertrag zu Nachwuchsspielerkonditionen. Besitzt er Chancen auf eine längerfristige Verpflichtung?
Er ist auf einem gutem Weg. Bleibt er auf diesem Pfad, kann er längerfristig Teil der Mannschaft bleiben.

Sie haben den Europacup bereits angesprochen. Mit den Mazedoniern aus Bitola wurde Ihnen ein Gegner zugelost, der schlagbar erscheint. Es winkt die Qualifikation für die Gruppenphase mit möglichen Begegnungen gegen europäische Spitzenteams. 
Dies ist ein riesiger Anreiz für uns, Bitola zu schlagen. Und es ist möglich. Die Gruppenphase wäre ein grosses Highlight. Ich muss jedoch davor warnen, unseren Gegner zu unterschätzen. Das Team ist zwar wenig bekannt. Mazedonien ist jedoch ein starkes Handballland, die Mannschaft dürfte mindestens so stark sein wie Spartak Moskau (gegen den sich der BSV in der 2. Runde knapp durchsetzte; die Red.)

Gelingt dies, stehen im Februar und März sechs zusätzliche Spiele auf dem Programm. Wäre Ihr Team für diese Herausforderung bereit?
Sie wäre dafür bereit. Und die Spieler spielen ja lieber, als dass sie trainieren.

Sie haben bereits vor der Saison Ihren Vertrag beim BSV bis 2021 verlängert. War es für Sie klar, dass Sie weiter in Bern arbeiten wollen?
Das war es. Die Verantwortlichen sind früh auf mich zugekommen, ich fühle mich wohl hier. Mit anderen Angeboten habe ich mich gar nicht gross befasst.

Welche Ziele verfolgen Sie in den nächsten Jahren in Bern?
Wir wollen uns weiter Richtung Schweizer Spitze bewegen. Dies muss jedoch Schritt für Schritt geschehen. Wir brauchen ein gesundes Wachstum, alles muss stets sauber finanziert sein.

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