Souveräner Start

Langenthal schlägt am Freitagabend Chaux-de-Fonds 4:0.

Andrew Clark Jjubeltsein Tor zum 3:0 im Spiel SC Langenthal gegen HC La Chaux-de-Fonds in der Eishalle Schoren.

Andrew Clark Jjubeltsein Tor zum 3:0 im Spiel SC Langenthal gegen HC La Chaux-de-Fonds in der Eishalle Schoren.

(Bild: Daniel Teuscher)

Dem SC Langenthal ist es am Freitagabend ohne Zweifel gelungen, die Kritiker zum Staunen zu bringen. Mit einem überzeugenden Auftritt im ersten Abschnitt, der vor allem dank herausragender Geschwindigkeit begeisterte, konnten sie La Chaux-de-Fonds einschnüren, dominieren und letztlich auch in die Schranken weisen. Nach nur 106 Sekunden sorgte Zuzug Ian Derungs mit einem satten Schuss für das 1:0. «Das war natürlich speziell. Gleich so zu starten – das habe ich mir nicht einmal erträumt»,

sagte der Stürmer später. Langenthal blieb in der Folge bissig und liess nicht nach: Captain Stefan Tschannen, neu in der zweiten Linie neben Vincenzo Küng und Toms Andersons im Einsatz,

begab sich in der 8. Minute in Schussposition und agierte besonders clever. Statt zu schiessen passte er auf den freien Küng, der sich Zeit nahm und traf. Im Duell zwischen den letztjährigen Finalisten sorgte der «neue» SCL dafür, dass es aussah, als wäre der «alte» SCL noch hier. La Chaux-de-Fonds schien chancenlos. Nach 12 Minuten sorgte die neue Linie mit dem Schweizer Simon Sterchi, dem Kanadier Andrew Clark und dem Amerikaner Joey Benik für das 3:0. Torhüter Matteo Ritz agierte bei keinem der Gegentore wirklich überzeugend.

Wie vor fünf Monaten

Ganz anders sein Gegenüber: Philip Wüthrich hätte in der 1. Minute zwar beinahe die La Chaux-de-Fonds-Führung mit einem Fehlpass eingeleitet, gerade im zweiten Abschnitt brachte er seine Gegner aber wie schon im Playoff-Final vor fünf Monaten zur Verzweiflung. Zuerst entschärfte er einen Alleinlauf von Samuel Grezet, wenig später einen von Brett Cameron und nach 50 Minuten wehrte er auch noch einen Schuss mit der Hand des Stockhandschuhs ab, weshalb die Partie ohne Torerfolg der Jurassier enden sollte. In der letzten Minute gab es dann bereits die erste Standing-Ovation der Saison. Während die Fans ihren Meister und Sieger im ersten Spiel feierten, stand es schon 4:0. Andrew Clark nutzte die Situation aus, als der HCC-Trainer

Mikael Kvarnström seinen Torhüter herausgenommen hatte. Mit seinem Treffer ins verlassene Gehäuse sicherte er sich ausserdem ein erstes Mal das Topscorer-Trikot.

Erfreut und erleichtert waren nach dem Spiel aber nicht nur Fans und Spieler, sondern auch Neu-Trainer Jeff Campbell. «Natürlich hatte ich ein bisschen Schmetterlinge im Bauch und bin nun froh, gewonnen zu haben», sagte Campbell. Zu viel Druck habe er zwar nicht gespürt, jetzt fühle er sich aber dennoch hocherfreut über diesen angenehmen Startsieg.

Seinem nächsten Gegner verlief es derweil weniger angenehm. Olten, das den SCL heute um 17.30 Uhr empfängt, verlor das heutige Spiel wegen eines Shorthanders in den Schlussminuten.

Langenthal – Ch-de-F. 4:0 (3:0, 0:0, 1:0)

Schoren. – 1991 Zuschauer. – SR: Eichmann/Staudenmann, Burgy/Wermeille. – Tore: 2. Derungs (Gerber) 1:0. 8. Küng (Tschannen, Andersons) 2:0. 12. Clark (Sterchi, Benik) 3:0. 58. Clark (Sterchi/aufs leere Tor) 4:0. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Langenthal. 3mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds.

SC Langenthal: Wüthrich; Müller, Christen; Weber, Pienitz; Henauer, Maret; Bircher; Benik, Clark, Sterchi; Tschannen, Küng, Andersons; Gerber, Kläy, Derungs; Gyger, Nyffeler, Walz; Melnalksnis.

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