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Spektakel in der Festhütte

Der SV Wiler-Ersigen hat den ersten Playoff-Halbfinal gegen Floorball Köniz 7:5 gewonnen. Topskorer Deny Känzig half bei seinem Comeback mit, den Sieg sicherzustellen.

Deny Känzig gab im letzten Drittel sein Comeback und traf sogleich doppelt.
Deny Känzig gab im letzten Drittel sein Comeback und traf sogleich doppelt.
Marcel Bieri

Er kam, sah und half tatkräftig mit, seine Mannschaft auf der Siegerstrasse zu halten. Erst im letzten Drittel betrat Deny Känzig den extra für das TV-Spiel verlegten Boden in der Turnhalle Grossmatt in Kirchberg. Zuletzt hatte der Topskorer von ­Wiler-Ersigen in den Playoff-Spielen gegen den UHC Uster angeschlagen passen müssen. Endlich wieder spielbereit, wurde der torgefährliche Wirbelwind von Wiler-Ersigens Trainer Thomas Berger just in einer hektischen Phase auf das Spielfeld beordert, in der die erste Halbfinalpartie gegen Meister Floorball Köniz zu kippen drohte.

Bis auf 4:5 waren die Berner Vorstädter nach einem 0:4-Rückstand dank einer markanten Leistungssteigerung und vier Treffern in vierzehn Minuten an die Unteremmentaler herangekommen, obschon Wiler-Ersigen das Geschehen vorher in den ersten zwei Dritteln eigentlich souverän im Griff gehabt hatte. Also war die Zeit reif für neue Impulse und somit auch für das Comeback von Känzig, welcher in der regulären Saison beinahe zwei Punkte pro Spiel beigesteuert hatte.

Auch gegen Köniz liess sich der Nationalspieler nicht lange bitten. Keine Minute nach dem Anschlusstor der Gäste zum 4:5 übte er mit aggressivem Forechecking Druck aus, luchste Köniz-Verteidiger Jonne Junkkarinen prompt den Lochball ab, spielte mit Kollege Claudio Mutter einen klugen Doppelpass und buchte letztlich locker den neuerlichen Zweitorevorsprung von 6:4.

Keine Minute später besorgte der flinke Stürmer die Entscheidung, indem er nach einem magistralen Pass quer durch die Halle von Captain Tatu Väänänen auch noch zum 7:4 traf und sein Comeback somit endgültig veredelte. «Es ist schön, dass ich der Mannschaft so gut helfen konnte», sagte Känzig bescheiden. Toreschiessen gehöre zu seinen Aufgaben als Stürmer.

Der Bann ist gebrochen

In den letzten Sequenzen dieses attraktiven Spiels herrschte Festhüttenstimmung in der mit 763 Zuschauern gut besetzten Halle. So eine tolle Atmosphäre habe er in Kirchberg lange nicht mehr miterlebt, meinte ein Stammgast im Publikum. Oft haben Zuschauer auch ein feines Gespür für spezielle Momente. Und dieser Sieg zum Halbfinalauftakt war für die in den letzten zwei Jahrzehnten erfolgsverwöhnten Emmentaler besonders.

Viermal in Serie hatten sie zuletzt gegen Köniz verloren, das kann sich sogar in den Köpfen von selbstbewussten und siegessicheren Sportlern manifestieren. Man habe im Vorfeld der Serie darüber gesprochen, meinte Känzig, der froh war, dass der Bann gebrochen worden war.

Für Köniz bleib die Erkenntnis, dass trotz dem verschlafenen Start gegen Ende des Spiels noch einiges möglich gewesen wäre und dass es gegen Wiler-Ersigen schwieriger ist, erfolgreich zum Abschluss zu kommen als noch im Viertelfinal gegen Zug, in dem die Könizer über zehn Treffer im Durchschnitt erzielt hatten. «Wiler verteidigt sehr gut und auch viel aggressiver als noch die Zuger im Viertelfinal. Da müssen wir Lösungen finden», erklärte Stürmer Silvan Bolliger. Die innerbernische Halbfinalserie (best of 7) ist nach dem Startspiel lanciert. Weiter geht es mit einer Doppelrunde am nächsten Wochenende.

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