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Thun siegt auch dezimiert

Dem EHC Thun läuft es ausgezeichnet. Der 6:4-Sieg gegen Wiki war der neunte Sieg in den letzten zehn Spielen.

Der Thuner Aron Krähenbühl jubelt über seinen Treffer zum 1:0.Foto: Patric Spahni
Der Thuner Aron Krähenbühl jubelt über seinen Treffer zum 1:0.Foto: Patric Spahni

Der EHC Thun ist derzeit nicht gerade üppig mit Personal ausgestattet. In der Abwehr fehlten am Mittwoch gegen Wiki-Münsingen Yannick Kaufmann und Simon Studerus, im Sturm Pascal Rossel.

Dieser zog sich im Cup-Qualifikationsspiel beim gleichen Kontrahenten nach einem Check von Laris Marbot einen Knöchelbruch zu; er fällt sechs bis acht Wochen aus. An seiner Stelle trug Fabian Boss das Topskorerleibchen, doch war für ihn nach wenigen Minuten ebenfalls Schluss.

Es bestand Verdacht auf eine Schulterbandverletzung; der Angreifer musste sich ärztlich untersuchen lassen. Die Oberländer mussten so die Partie praktisch über die gesamte Spieldauer mit 14 Feldspielern bestreiten, da auch das U-20-Top-Team von Dragon/Thun am Mittwoch im Einsatz stand. Doch auch eine solche Situation stellt derzeit kein Hindernis dar.

Der 6:4-Erfolg gegen die Aaretaler war, den Cuptriumph gegen Wiki eingeschlossen, der neunte Erfolg in den letzten zehn Spielen. Das Team von Trainer Christoph Schenk ist derzeit klar die beste Berner Mannschaft in der MSL und hat sich mit etwas Reserve auf Platz 9 vom Strich abgesetzt.

Zweimal Joel Reymondin

Captain Joel Reymondin traf zweimal und baute mit seinem Toren zum 4:2 und 5:2 den Vorsprung aus. Dass Thun aber nicht nur aus den Routiniers besteht, sah man beim ersten Treffer der Gastgeber, der durch Aron Krähenbühl in technisch herausragender Weise erzielt wurde.

Bei Krähenbühl handelt es sich um einen 20-jährigen Verteidiger, der mit 13 von Dragon/Thun in den Nachwuchs des SC Bern gewechselt hatte, im Sommer zum EHC Thun stiess und seine erste MSL-Saison bestreitet. Er steht für die jungen Spieler, die im Grabengut Schritt für Schritt in die Mannschaft eingebaut werden.

Gegen Ende der Partie mussten die Gastgeber aber dann doch noch um den Erfolg zittern. Das bekannt kampfstarke Wiki stabilisierte sich in der zweiten Spielhälfte, Thun konnte nun mit dem reduzierten Personalbestand auch nicht mehr den ganz gleichen läuferischen Aufwand betreiben wie zu Beginn. Mike Marolf verkürzte viereinhalb Minuten vor Schluss in Überzahl auf 4:5.

Die Powerplay-Situation war nach einer Schlägerei zustande gekommen, wobei durchaus diskutiert werden konnte, ob nicht gleich viele Strafen gegen beide Mannschaften hätten ausgesprochen werden müssen.

Doch die Oberländer hielten den Vorsprung; Joel Eicher traf 24 Sekunden zum siegbringenden 6:4 für die Gastgeber ins leere Wiki-Tor. Ein vorangegangener Check von Joel Reymondin gegen Thomas Studer war von den Schiedsrichtern als korrekt beurteilt worden.

Wiki-Münsingen ist so wieder in den unmittelbaren Strichkampf verwickelt. Zumal Huttwil am Mittwoch in Martigny gewann und so deutlich machte, dass es sich aus dem Schlamassel herausarbeiten will.

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