«Unser Start ist nicht durchzogen»

Aleksandar Stevic, Trainer des BSV Bern, hat im ersten Monat der Saison positive und negative Dinge gesehen.

Aleksandar Stevic blickt nicht mehr auf das Playoff zurück.

Aleksandar Stevic blickt nicht mehr auf das Playoff zurück.

(Bild: Christian Pfander)

Reto Pfister

Am Mittwoch schied der BSV Bern im Cup bei GC Amicitia Zürich aus. Viel Zeit, sich länger damit zu beschäftigen, bleibt den Bernern jedoch nicht. Bereits am Samstag (19 Uhr) steht das Heimspiel gegen St. Otmar St. Gallen an. Trainer Aeksandar Stevic war mit der Leistung im Cupspiel nicht zufrieden, hat sich aber im ersten Monat der Saison auch schon über gute Darbietungen seines Teams freuen können.

Ihr Team ist im Cup nicht mehr vertreten. Wie sehr schmerzt diese Niederlage in Zürich, mit etwas Abstand vom Spiel ge­sehen?
Die Niederlage ist sehr bitter. Sie war völlig unnötig und darauf zurückzuführen, dass wir zum ersten Mal in der laufenden Saison keine gute Leistung gezeigt haben.

Was war konkret schlecht?
Vor allem die Darbietung im Angriff. Wir sind nie richtig in einen Spielfluss hineingekommen und haben zahlreiche gute Chancen nicht genutzt. So haben wir auch dem gegnerischen Torhüter geholfen, ins Spiel zu finden, während bei uns die Goalieleistung gesamthaft nicht gut war.

«Wir haben in Winterthur und Aarau bei starken Gegnern auswärts gepunktet.»Aleksandar Stevic

Der Start in die Meisterschaft ist mit vier Punkten aus vier Spielen durchzogen ausgefallen, dazu kommt nun das frühe Aus im Cup. Wie lautet Ihr Fazit aus den ersten Wochen der Saison?
Unser Start ist nicht durchzogen, finde ich. Wir haben in Winterthur und Aarau bei starken Gegnern auswärts gepunktet, Aufsteiger Endingen hat bei unserem Heimsieg eine gute Leistung gezeigt, sodass das Resultat relativ knapp ausfiel (28:24, die Red.). Und da war noch die Niederlage gegen Wacker Thun. Dieses Spiel haben wir im Griff gehabt, sind dann allerdings in den letzten Minuten von den Schiedsrichtern klar benachteiligt worden. Ich habe dies dem Verband gemeldet, was ich sonst nicht mache, wenn ich mit den Unparteiischen nicht unbedingt zufrieden bin. Man muss auch berücksichtigen, dass immer wieder wichtige Spieler fehlten und immer noch fehlen.

Ante Kaleb wurde als neuer Spielmacher und zentraler Abwehrspieler verpflichtet.Wie beurteilen Sie seine Leistungen?
Er hat schon gute Spiele abgeliefert, am Mittwoch im Cup zeigte er dann auch nicht das, was er kann. Wichtig für ihn ist, dass er jetzt die Liga und die Mannschaften, gegen die wir spielen, noch besser kennen lernt. Er hat erst fünf Ernstkämpfe mit uns bestritten und braucht auch noch Zeit, sich vollständig in unser Spiel zu integrieren. Ich bin überzeugt davon, dass er für uns ein sehr wichtiger Spieler werden wird.

Gegen den heutigen Kontrahenten St. Otmar St. Gallen setzte sich Ihr Team im Frühling im entscheidenden fünften Viertelfinalspiel im Siebenmeterwerfen durch. Ist die emotionale Playoff-Serie in der Vorbereitung ein Thema?
Es ist allen noch präsent, was sich damals abgespielt hat. Aktuell ist die Ausgangslage aber eine ganz andere, wir fokussieren uns komplett auf die neue Saison. St. Otmar hat im Gegensatz zu uns kaum Verletzte zu beklagen, es ist ein harter Brocken, der uns gegenübersteht.

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