Unterschiedliche Gemütslage

Huttwil bezwingt im Berner Eishockey-Duell Thun verdient mit 3:0.

Huttwils Lukas Gasser hält und lässt sich von Teamkollege Stefan Oberli und Thuns Michael Bärtschi nicht beirren.

Huttwils Lukas Gasser hält und lässt sich von Teamkollege Stefan Oberli und Thuns Michael Bärtschi nicht beirren.

(Bild: Marcel Bieri)

Peter Berger@PeterBerger67

Lange prägten die beiden Torhüter das Berner Duell. Huttwils Lukas Gasser und Thuns Stephan Küenzi zeigten teils spektakuläre Paraden. Erst als in der 28. Minute Adrian Steiner zu einem Penalty anlaufen durfte, fiel der erste Treffer. Der Topskorer der Huttwiler düpierte Küenzi souverän und markierte seinen sechsten Saisontreffer (bei 16 Assists).

Als Steiner kurz vor Drittelsende erneut alleine vor Küenzi auftauchte, blieb der Goalie indes Sieger. Dieser musste sich erst im letzten Drittel nochmals geschlagen geben. Huttwils Patrick Meyer wurde zuerst nicht angegriffen (41.) und später sehenswert lanciert (52).

«Zweimal hatte ich etwas Raum. Schön, dass ich die Chancen ausnutzen konnte», freute sich der Doppeltorschütze. Mit nun zehn Treffern ist Meyer der erfolgreichste Torschütze der Huttwiler. «Wichtiger sind die drei Punkte und dass wir nach der Niederlage gegen Basel reagieren konnten.»

Der Erfolg der Oberaargauer über die Oberländer war letztlich verdient, auch wenn Thun lange dagegengehalten hatte. «Wir waren besser», meinte denn auch Andreas Beutler. Der Coach lobte vor allem die disziplinierte Leistung. «Wir haben Geduld bewiesen und Thunern nicht viel zugestanden.»

Schwieriger November

Der Sieg war der erste Dreier für die Huttwiler im November.«Das ist immer ein schwieriger Monat», sagte Beutler. «Einige Spieler haben bereits Weihnachtsessen und fehlen deshalb im Training, andere machen sich Gedanken, welche Weihnachtsgeschenke sie kaufen sollen. Nicht immer sind die Spieler mit dem Kopf bei der Sache.»

Während die Huttwiler mit der Ausbeute im November jedoch leben können, traf es die Thuner deutlich schlimmer. Nach einem glücklichen Sieg im Penaltyschiessen über Schlusslicht Chur resultierten zweimal gegen Chablais, Sierre und nun Huttwil vier Niederlagen in Folge. «Man muss berücksichtigen, dass wir gegen die Spitzenteams gespielt haben», merkte Christoph Schenk an.

«Da zeigte sich deutlich, dass uns noch ein Stück fehlt. Diese Mannschaften sind abgeklärter, aber auch ausgeglichener besetzt.» Positiv war für den Thuner Coach, «dass wir nie deklassiert worden sind. Das zeigt,dass die Lücke zu den Topteams nicht allzu gross, aber eben vorhanden ist.»

Im Strichkampf

Eine Kanterniederlage verhinderte am Samstag Küenzi. Der Goalie war dennoch unzufrieden: «Wenn man 0:3 verliert, ist das immer frustrierend, auch wenn ich selber gut gespielt habe.» Küenzi bemängelte vor allem, dass man wie zuvor gegen Sierre (0:4) erneut ohne Torerfolg geblieben sei. Während Huttwil weiterhin in Tuchfühlung mit Leader Sierre bleibt, befinden sich die achtplatzierten Thuner nun voll im Kampf um den Trennstrich.

«Das müssen wir ausblenden. Wir wussten, dass der November ein schwieriger Monat wird. Ich bin froh, ist dieser nun vorbei», hält Küenzi fest. Jetzt gelte es wieder zu punkten. Allerdings geht es am 1. Dezember gegen das neu drittplatzierte Dübendorf weiter, dann folgen gleich zwei Derbys gegen das formstarke Wiki. Für die Thuner dürfte damit auch der Dezember schwierig werden.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...