Viel Spass am Festtag

Der BSV Bern hat Suhr Aarau 27:19 besiegt und damit die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des Vereins abgerundet.

Marco Strahm bezwingt den ehemaligen BSV-Torhüter Dragan Marjanac.

Marco Strahm bezwingt den ehemaligen BSV-Torhüter Dragan Marjanac.

(Bild: Manuel Zingg)

Reto Pfister

Es war ein besonderer Tag für den BSV Bern. Das 60-jährige Bestehen des Vereins wurde gefeiert, zahlreiche ehemalige Spitzenspieler waren anwesend, das Meisterteam von 1980 sogar komplett. In der Pause das NLA-Spiels der Berner gegen Suhr Aarau liefen die Altstars aufs Feld ein, zuvor waren sie bereits an einer Präsentation für geladene Gäste gefeiert worden.

Eine Niederlage gegen die Aargauer hätte nicht zu diesem Tag gepasst, und die aktuelle BSV-Equipe bot den 1610 Zuschauern in der gut, allerdings nicht ganz gefüllten Ballsporthalle viel Erfreuliches. Sie zeigte gegen einen verletzungsbedingt geschwächten Gegner zeitweise gar spektakulären Handball, hatte das Geschehen stets unter Kontrolle und gewann 27:19.

Nicht überheblich werden

Die Berner scheinen offenbar aus ihrem Tief gefunden zu haben, von den letzten vier Partien, inklusive Europacup, deren drei gewonnen. Allerdings befanden sich unter den Gegnern keine von Schweizer Spitzenniveau. Tobias Baumgartner warnte denn auch davor, jetzt nicht überheblich zu werden.

«Wir dürfen jetzt nicht überheblich werden, sondern müssen diese Leistungen jetzt bestätigen», äusserte er sich deutlich. Er habe durchaus Druck verspürt, an diesem speziellen Tag gut zu spielen. «Wir wollten den Leuten den Abend nicht vermiesen», sagte Baumgartner. Der 28-Jährige wechselte als Junior von Herzogenbuchsee zum BSV, verliess 2012 die Berner Richtung Kriens und kehrte 2016 zurück.

Mittlerweile ist er als Captain einer der Eckpfeiler der aktuellen Equipe, die die Clubgeschichte weiter schreibt, «Mein Wunsch ist, dass wir noch zu einer grösseren Familie werden, dass viele Leute, die heute in die Halle gekommen sind, dies auch in Zukunft regelmässig tun», sagt Baumgartner. «Mit guten Leistungen können wir dazu beitragen.»

Inspirierende Atmosphäre

In den Anfangsjahren des BSV Bern bestand das Team ausschliesslich aus Einheimischen. Längst ist das nicht mehr so, am Samstag kamen fünf Spieler ohne Schweizer Pass zum Einsatz. Torhüter Edin Tatar und Rückraumschütze Matthias Gerlich hatten sich in der Schwächephase der Mannschaft auch in persönlichen Tiefs befunden.

Sie haben sich aus diesen herausgekämpft und zeigten gegen Suhr Aarau herausragende Leistungen. Auch Pedro Spinola nähert sich wieder seiner Bestform an; nachdem er erst im Oktober nach elf Monaten verletzungsbedingter Absenz sein Comeback gegeben hatte. «Die Atmosphäre war heute sehr inspririerend», lobte der Portugiese das Publikum.

«Es hat uns geholfen, besser zu spielen,» Spinola, der sich 2017 erst mit 34 Jahren zu einem Wechsel ins Ausland entschlossen hatte, fühlt sich in Bern sehr wohl. «Ich mag es hier zu spielen und habe grossen Respekt vor der Geschichte des Vereins», sagte er. Der Routinier konnte den Abend wie seine Teamkollegen vergnüglich ausklingen lassen. Kurz nach Spielschluss nahmen die Spieler an einem Tisch Platz, belagert von Kinder mit Autogrammwünschen.

1610 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 6mal 2 Minuten gegen BSV Bern, 3 mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau. BSV Bern: Tatar/Milosevic (1); Eggimann (2), Schneeberger, Kaleb (1), Baumgartner (3), Getzmann (4), Isailovic, Spinola (5), Gerlich (7/3), Strahm (2), Arn (2). – ohne Kusio, Rohr und Weingartner (verletzt). Mühlemann (nach Verletzungspause) und Freiberg nicht eingesetzt.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt