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Reifeprüfung in Polen

Mit einem Auswärtsspiel gegen Wisla Plock startet Wacker am Sonntag in die Champions-League-Gruppenphase.

Kann Wacker mit Trainer Martin Rubin (links) auch in der Champions League jubeln?
Kann Wacker mit Trainer Martin Rubin (links) auch in der Champions League jubeln?
Martin Deuring

Die stärksten Kräfte verlassen den Club. Zum Saisonstart setzt es eine Kanterniederlage ab. Schlüsselspieler fallen verletzt aus. Die Zuzüge tun sich schwer.

Na und?

Nach drei Runden Championat und drei Wochen nach dem missratenen Auftritt im Supercup steht Wacker da, wo man einen Meister gewöhnlich verortet: an der Spitze. Allen Widrigkeiten zum Trotz. Jüngst deklassierten die Thuner Aufsteiger Basel in der zweiten Hälfte – ohne da die besten Akteure einzusetzen und überhaupt ohne an die Grenzen zu gehen.

Und dennoch bestehen Zweifel in Bezug auf das Leistungsvermögen des Teams von Martin Rubin respektive davon, was übrig geblieben ist. Stammkeeper Marc Winkler und Regisseur Nicolas Raemy können erst im November wieder mittun; damit verpassen die zentralen Figuren einige Champions-League-Partien.

Mit Linksflügel Luca Linder fehlte zuletzt ein weiterer Leistungsträger, und der Ausfall des aufstrebenden Aufbauers Damien Guignet kam zur Unzeit: vor Beginn der happigen Phase mit Begegnungen alle drei, vier Tage.

Phillip Holm und Ron Delhees, die vielversprechendsten Neuen, haben gute Ansätze gezeigt, aber wenig überraschend nicht jene grosse Lücke geschlossen, welche Lukas von Deschwanden und Lenny Rubin hinterlassen haben. Der Däne ist offensichtlich eher Vorbereiter als Vollstrecker, und beim Zuger wechseln sich Licht und Schatten bislang munter ab. Ob sich der hünenhafte und mitunter unentschlossen wirkende Rückraumschütze für den Tempohandball, den der Meister so gerne spielt, eignet, ist fraglich.

Wiedersehen mit Zdrahala

Am Samstag Abend wird man wissen, wozu Wacker in dieser Formation imstande ist. Um 19 Uhr (live auf Mysports) beginnt das erste Spiel der Thuner in der Königsklasse 2018/2019, und sie treffen auswärts auf den polnischen Spitzenverein Wisla Plock, den wohl besten Club in der Gruppe, der unter anderen Regisseur Ondrej Zdrahala beschäftigt, den bis vor kurzem für St. Otmar St. Gallen engagierten Torschützenkönig der vergangenen Europameisterschaft.

Die Berner Oberländer reisen am Samstag ab und fliegen am Montag heim – möglicherweise ohne Punkte, aber ganz bestimmt mit der Erkenntnis, wie stark sie denn nun gerade wirklich sind.

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