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Schweizer Triumph gegen den Rekordweltmeister

Die Schweizer Nationalmannschaft gewinnt in Basel ein Testspiel gegen den fünffachen Weltmeister Brasilien dank einem Eigentor von Dani Alves 1:0.

Die Schweiz sorgte in Basel für die Überraschung des Jahres. Anders ist der 1:0-Erfolg gegen den fünffachen Weltmeister Brasilien nicht zu werten. Dani Alves' Eigentor (48.) hatten sich die Gastgeber verdient - er passte zum zauberhaften Abend.

Unmittelbar nach der Pause staunten im St. Jakob nicht nur die 31'100 Zuschauer: Nicht das Star-Ensemble, das vor rund fünf Wochen Welt- und Europameister Spanien beim Confederations-Cup-Final 3:0 deklassiert hatte, führte, sondern die Nummer 15 des FIFA-Rankings. Den Ball berührte aber ein Brasilianer als Letzte - Dani Alves lenkte eine Flanke Seferovics ins eigene Tor.

Mit der zweiten Slapstick-Szene manövrierten sich die hoch dotierten Multimillionäre aus Südamerika um Haaresbreite vorzeitig vollends ins Offside. Botafogo-Keeper Jefferson verfehlte einen harmlosen Schuss gleich mehrfach. Zentimeter trennten die Schweiz vor einer 2:0-Führung. Aber ein zweites "Geschenk" war gar nicht mehr nötig, Hitzfelds Equipe liess sich den zweiten Sieg in der Geschichte des Verbands nicht mehr entreissen.

14 Jahre nach dem letzten 1:0-Triumph gegen die "Seleção" und rund drei Saisons nach dem historischen 1:0 gegen den nachmaligen Weltmeister Spanien produzierten die Schweizer erneut globale Schlagzeilen.

Eine Reaktion des Rekord-Weltmeisters blieb nahezu aus. Zu gut gruppiert war das Team von Ottmar Hitzfeld. Die bewusst umformierte Innenverteidigung überzeugte ohne Ausnahme. Senderos, Klose und der Basler Debütant Schär liessen sich von den Brasilianern kaum einmal aus der Reserve locken. Aber auch alle übrigen in der SFV-Auswahl erfüllten höchste Ansprüche, keiner fiel ab - und einer sogar pausenlos auf: Bayern-Professional Xherdan Shaqiri stellte Neymar diskussionslos in den Schatten.

Mehr als zwei, drei gefährliche Situationen liessen die Gastgeber nicht zu. Einmal beanspruchten sie beim Kopfball Paulinhos gegen die Latte (38.) Glück. Im eigenen Strafraum sorgte Diego Benaglio mit einer erstklassigen Parade gegen Hulk für das nächste Highlight aus Sicht der Gastgeber. Xherdan Shaqiri, er mit Tempovorstössen und Schüssen aus allen Distanzen, trat gleich mehrfach in Erscheinung.

Schweiz - Brasilien 1:0 (0:0)

St.-Jakob-Park. - 31'100 Zuschauer. - SR Aytekin (De). - Tor: 48. Dani Alves (Eigentor/Seferovic) 1:0.

Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner (62. Lang), Senderos (46. Schär), Klose, Rodriguez; Behrami, Dzemaili (75. Schwegler); Shaqiri (86. Mehmedi), Xhaka, Stocker (46. Barnetta); Seferovic (75. Gavranovic).

Brasilien: Jefferson; Dani Alves (67. Jean), Thiago Silva, Dante, Marcelo (57. Maxwell); Paulinho, Luiz Gustavo (57. Fernando); Hulk (62. Lucas), Oscar (59. Hernanes), Neymar; Fred (57. Jo).

Bemerkungen: Schweiz ohne Djourou (verletzt), Derdiyok, Drmic, Ziegler, Emeghara (alle nicht im Aufgebot). Nicht eingesetzt: Wölfli, Sommer, Von Bergen, Inler. Länderspiel-Debüts von Schär und Lang. 38. Kopfball von Paulinho gegen die Latte. Verwarnungen: 11. Senderos (Foul), 23. Neymar und Behrami

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