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Bodenakrobat Graber verlässt die Bühne

Willy Graber (35) hat mit seinem Schwingstil das Publikum weit über die Berner Kantonsgrenzen hinaus begeistert. In Zug holte er sich zum Abschied in extremis den fünften eidgenössischen Kranz.

Reto Kirchhofer
Tanz vor imposanter Kulisse: Willy Graber (oben) kämpft mit dem Innerschweizer Alex Schuler.
Tanz vor imposanter Kulisse: Willy Graber (oben) kämpft mit dem Innerschweizer Alex Schuler.
Christian Pfander

Es war nicht der Abgang, der ihm gebührte. Willy Graber stützte den Ellbogen auf dem Knie ab, schüttelte den Kopf. Er hatte gegen Franz-Toni Kenel alles versucht: in den Griffen, aus den Griffen, aus dem Stand, und, natürlich, immer und immer wieder: am Boden. Ohne Erfolg.

Gerne hätte sich Graber am «Eidgenössischen» mit einem Sieg von der grossen Bühne verabschiedet und mit den Zuschauern die Welle gemacht. Er war wegen seines einzigartigen Stils über das Bernbiet hinaus ein Publikumsliebling – er, der im Beruf als Dachdecker in der Höhe arbeitet, im Sägemehl als Schwinger stets den Boden bevorzugt hat. Dort gab es für die Gegner selten ein Entkommen. Einst sagte ihm ein Kontrahent während des Bodenkampfs: «Chum Wilu, mach fertig, i lige ab!»

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