«Dieser Tag muss uns zu denken geben»

Der Berner Teamchef Peter Schmutz erklärt das Brünig-Debakel.

Peter Schmutz.

Peter Schmutz.

(Bild: abl)

Peter Schmutz, wie schlecht haben Sie von Sonntag auf Montag geschlafen?
(überlegt) Normal. Das Fest verlief nicht nach unserem Geschmack. Die Spitze kam nicht auf Touren, immerhin aber konnte die zweite Garde überzeugen.

War es eines der bittersten Feste in Ihrer sechsjährigen Amtszeit?
Ja, einen solch herben Dämpfer gab es kaum einmal. Vor allem der erste Gang verlief bitter, nur Michael Wiget konnte ein Ausrufezeichen setzen. Als Team wurden wir bereits stark zurückgebunden, das war eine mentale Ohrfeige. Uns war aber bewusst, wie stark die Innerschweizer sind. Sie hatten einen sehr guten Tag, das muss man akzeptieren.

Weshalb hatte Ihre Mannschaft den Innerschweizern nichts entgegenzusetzen?
Das gilt es gründlich zu analysieren. Am frühen Morgen machte das Team eigentlich einen guten, hungrigen Eindruck. Klar, es fehlten Stucki, Käser, auch Staudenmann – alles Topleute. Zudem sind einige erst kürzlich aus Verletzungspausen zurückgekehrt. Aber das soll keine Ausrede sein. Am Mittag wurden klare Worte gesprochen, immerhin hielten wir danach den Schaden in Grenzen.

Die Berner holten 8 Kränze – dank günstiger Einteilung…
..sicher ja, aber in den letzten Jahren gab es an solchen Festen immer wieder Berner Paarungen, weil wir klar überlegen waren. Nun hat es die Innerschweizer getroffen, davon profitierten wir am Schluss ein wenig.

Welche Anpassungen können Sie bis zum «Eidgenössischen» in Zug noch vornehmen?
Es darf keine Verunsicherung aufkommen. Während der Zusammenzüge werden wir viel diskutieren, es wird Einzelgespräche geben. Aber das Rad neu erfinden können wir nicht. Die schnellen Niederlagen gegen die Innerschweizer Cracks hätte es nicht geben dürfen. Der Sonntag war ein Tag, der uns zu denken geben muss, ein wichtiger Warnschuss.

Wie bedeutend ist die Rückkehr von Christian Stucki?
Ich bin froh, ist er wieder da, er wird eine Stütze sein. Auch Remo Käser, Curdin Orlik, Thomas Sempach und Fabian Staudenmann sollten in Zug antreten können.

Korrigieren Sie Ihre Ziele aufgrund des Saisonverlaufs nun nach unten?
Keineswegs. Der Königstitel bleibt in Zug das Ziel, auch bei den Kränzen krebsen wir nicht zurück. Etwas Gutes hat das Ganze: Nun stehen andere stärker im Fokus. Wir haben nicht mehr allzu viel zu verlieren.

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