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Als McEnroe der Kragen platzte

Redaktion Tamedia blickt während des Major-Turniers von Wimbledon täglich auf eine legendäre Partie zurück. Heute: John McEnroes Schimpftirade.

John McEnroe kam 1981 als Vorjahresfinalist nach Wimbledon. Seine Erstrundenpartie gegen Tom Gullikson gewann er ohne Satzverlust. Trotzdem blieb sie in Erinnerung.

Der damals 22-Jährige war bereits für seine Wutausbrüche bekannt. Die Geschichte der berühmtesten Worte, die jemals auf einem Tennisplatz ausgesprochen wurden, nahm ihren Lauf, als der Amerikaner nach einem Aus-Ruf sein Racket wegwarf. Schiedsrichter Edward James verwarnte ihn zum ersten Mal. Nachdem McEnroes Service ein weiteres Mal Aus gegeben wurde, war das Fass überlaufen: «You cannot be serious!», schrie er den Schiedsrichter an.

Im weiteren Verlauf rief McEnroe James zu: «You are the absolute pits of the world.» Weil der Unparteiische ‹pits› falsch verstand, zog er dem Amerikaner einen Punkt ab. McEnroe verlangte einen zweiten Schiedsrichter. Als Fred Hoyles auftauchte, informierte der Amerikaner ihn, dass James ein «inkompetenter Idiot» sei.

McEnroe wurde nach dem Spiel gebüsst und siegte im Final gegen Björn Borg. «Es wurde zu einem Ich-gegen-alle», erinnerte sich McEnroe 30 Jahre danach, «ich weiss noch, wie ich dachte: ‹Wenn ich dieses Turnier gewinne, will ich nicht mehr zurückkommen›. Als ich das Turnier dann auch wirklich gewann, sagte ich mir: ‹Ich will probieren, noch einmal zu gewinnen›.»

Es gelang ihm noch zweimal – 1983 und 1984. Genauso in Erinnerung geblieben wie sein erster Wimbledon-Triumph ist aber McEnroes Ausbruch, der in der Folge oft parodiert wurde. «You cannot be serious» ist auch der Titel der 2002 erschienenen Autobiografie McEnroes.

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