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Als Pat Cash das Protokoll brach

Redaktion Tamedia blickt während des Major-Turniers von Wimbledon täglich auf eine legendäre Partie zurück. Heute: Die Sternstunde eines Australiers.

Pat Cash startete als 16:1-Aussenseiter ins Wimbledon-Turnier von 1987, spielte sich aber respektlos durchs Tableau und stand am Ende dem Weltranglistenersten Ivan Lendl gegenüber. Getragen vom britischen Publikum, setzte Cash seinen Höhenflug auch gegen den als Tennismaschine gefürchteten Tschechen fort und siegte dank mutigem Serve-and-Volley-Spiel 7:6, 6:2, 7:5.

Der Triumph war ein hartes Stück Arbeit für den Mann mit dem Schachbrettmuster-Stirnband. Alleine der erste Satz dauerte geschlagene 73 Minuten, und auch im ditten Durchgang wurde es noch einmal ganz heiss. Beim Stand von 5:3 servierte Lendl zum Satzgewinn, gab seinen Breakvorsprung mit einem Doppelfehler aber wieder preis. Ein Lendl-Volley, der im Netz landete, brachte schliesslich in Form eines weiteren Servicedurchbruchs für Cash die Vorentscheidung.

In der Folge servierte der Australier den Titel zu Null ins Trockene. Den Matchball verwandelte er mit einem Vorhand-Volley, der einen klassischen Netzangriff abschloss. Weniger klassisch fiel die Siegesfeier aus: Cash kletterte als erster Champion in der Wimbledon-Geschichte in die Spielerbox, um den Triumph zusammen mit seiner Freundin auskosten zu können. Ein Bruch des gestrengen Protokolls, den ihm allerdings niemand verübelte.

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