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Das Ausnahmetalent denkt gross

Cori Gauff hat in Wimbledon zuerst ohne Satzverlust die Qualifikation überstanden und dann ihr Vorbild Venus Williams besiegt – und das mit 15 Jahren.

Adrian Ruch, Wimbledon
Mit Tränen in den Augen: So feiert Cori Gauff (WTA 313) in Wimbledon ihren überraschenden Sieg in der 1. Runde über Venus Williams.
Mit Tränen in den Augen: So feiert Cori Gauff (WTA 313) in Wimbledon ihren überraschenden Sieg in der 1. Runde über Venus Williams.
Nic Bothma, Keystone
Das Girl überzeugt auf dem Rasen in London mit Powertennis.
Das Girl überzeugt auf dem Rasen in London mit Powertennis.
Nic Bothma, Keystone
Und Gauff, die am liebsten «Coco» genannt wird, lässt zwischendurch ihren Emotionen freien Lauf.
Und Gauff, die am liebsten «Coco» genannt wird, lässt zwischendurch ihren Emotionen freien Lauf.
Nic Bothma, Keystone
Während die 24 Jahre ältere Venus Williams etwas bedient wirkt.
Während die 24 Jahre ältere Venus Williams etwas bedient wirkt.
Nic Bothma, Keystone
Die Newcomerin lässt sich nach dem Match von der routinierten Gegnerin zum Sieg gratulieren.
Die Newcomerin lässt sich nach dem Match von der routinierten Gegnerin zum Sieg gratulieren.
Tim Ireland, Keystone
Mutter Candi Gauff applaudiert, während Vater Corey (l.) still den Moment geniesst. Als Coach impft er seiner Tochter viel Selbstvertrauen ein.
Mutter Candi Gauff applaudiert, während Vater Corey (l.) still den Moment geniesst. Als Coach impft er seiner Tochter viel Selbstvertrauen ein.
Tim Ireland, Keystone
Entsprechend locker tritt die junge Spielerin in Wimbledon – hier nach einer Trainingseinheit – auf.
Entsprechend locker tritt die junge Spielerin in Wimbledon – hier nach einer Trainingseinheit – auf.
Ben Curtis, Keystone
Das zeigt sie auch den Journalisten, ob vor der Fotokamera oder an Pressekonferenzen.
Das zeigt sie auch den Journalisten, ob vor der Fotokamera oder an Pressekonferenzen.
Ben Curtis, Keystone
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6:4, 6:4 gegen die fünfmalige Wimbledon-Gewinnerin Venus Williams (WTA 44): Cori Gauff (WTA 313) hat beim ersten Auftritt auf einer ganz grossen Bühne mächtig Eindruck hinterlassen. Einerseits überzeugte sie mit Powertennis, andererseits mit Nervenstärke. Als sich im letzten Game die Favoritin einen Breakball erarbeitete, wehrte die 15-Jährige diesen mit einem 173 km/h schnellen zweiten Aufschlag ab.

Der Sieg gegen die 24 Jahre ältere Landsfrau ist eine grosse Überraschung, aber Tenniskenner wussten über Qualitäten des Girls aus Florida schon länger Bescheid. Das Ausnahmetalent steht längst beim Team8, der von Roger Federer und dessen Agent Tony Godsick gegründeten Management-Firma, unter Vertrag. Schon jetzt soll die Amerikanerin, die 2018 in Paris den Titel bei den Juniorinnen holte, laut «Forbes» jährlich über eine Million Dollar verdienen.

Gauff, welche die Williams-Schwestern als Idole bezeichnet, erzählt in Wimbledon, auch Federer habe sie inspiriert. Sie habe im Vorjahr nach der Erstrundenniederlage am Australian Open mit Federer gesprochen. «Er munterte mich auf. Der nächste Einsatz war am Juniorinnenturnier des French Open, das ich am Ende gewann», erzählt Gauff, die am liebsten «Coco» genannt wird.

Die Handschrift des Vaters

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Die 1,79 m grosse Rechtshänderin sagt, wenn sie sich vorgenommen hätte, gegen Venus ein paar Games zu holen, hätte sie kaum gewonnen. «Mein Ziel war, mein bestes Tennis zu spielen. Mein Traum war zu gewinnen. Und das geschah dann auch.»

Alle Fragen beantwortet die Qualifikantin, die durch das grosse mediale Interesse keineswegs eingeschüchtert wird, ausführlich – nur einmal reicht ihr ein kurzer Satz. Wie weit können Sie an diesem Turnier kommen? «Mein Ziel ist, es zu gewinnen.» Der Vater hat offensichtlich nicht nur tennistechnisch, sondern auch bezüglich Einstellung ganze Arbeit geleistet.

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