Zum Hauptinhalt springen

Die Rekonstruktion des Monsters Federer

Roger Federer hat gegen Novak Djokovic nicht nur einen sportlichen Sieg errungen, sondern auch einen Triumph über die Pessimisten, die voreilig seinen Niedergang herbeiredeten.

Stolzer Sieger: Endlich hat Roger Federer wieder einmal gegen Novak Djokovic gewonnen.
Stolzer Sieger: Endlich hat Roger Federer wieder einmal gegen Novak Djokovic gewonnen.
AFP
Dank ans Publikum: Federer hebt die Hand, Djokovic muss packen.
Dank ans Publikum: Federer hebt die Hand, Djokovic muss packen.
Reuters
Regen ist kein Hindernis: Gut ausgerüstete Tennis-Fans auf dem Henman Hill.
Regen ist kein Hindernis: Gut ausgerüstete Tennis-Fans auf dem Henman Hill.
Keystone
1 / 12

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass Roger Federer in Wimbledon nach einer 2:0-Satzführung gegen Jo-Wilfried Tsonga noch den Halbfinal-Einzug verspielte. Es war eine Niederlage, die ein Heer von Skeptikern auf den Plan rief – und sie schrieben Federer mit einer noch nie dagewesenen Vehemenz ab. Er sei zu alt, zu satt und als Vater von Zwillingen nicht mehr bereit, alles ins Tennis zu investieren, hiess es. Nun hat der Baselbieter, der am Sonntag seinen siebten Titel im All England Club gewinnen kann, gezeigt, dass die Grabesreden auf seine Tenniskünste respektlos und verfrüht waren. Es ist so, wie es Boris Becker vor dem kapitalen Duell mit Novak Djokovic sagte: Federer mag nicht mehr der dominante Spieler der Vergangenheit sein, aber wenn bei ihm alles zusammenpasst, kann er noch immer jeden schlagen. Auch den in den letzten eineinhalb Jahren über weite Strecken unwiderstehlich scheinenden Djokovic.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.