Diese Zahlen machen allen Nadal-Gegnern Mut

Der Spanier will nach seinem Paris-Titel auch in Wimbledon angreifen. Seit acht Jahren erlebte er aber im Tennis-Mekka nur Enttäuschungen.

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Die meisten Spieler haben bereits die Vorbereitung auf die All England Championships in Wimbledon aufgenommen. Nicht aber Rafael Nadal: Der Sandplatzkönig gönnt sich nach seinem 12. Titel in Roland Garros einige spielfreie Tage, und wird auch in der nächsten Woche nicht wie Roger Federer in Halle oder Stan Wawrinka im Londoner Queens Club aufschlagen. Die Zeiten, wo er schon am Tag nach dem Paris-Final bei strömendem Regen in Englands Hauptstadt trainierte, die sind auch beim so trainingsaffinen Spanier vorbei.

Wenn sich die Weltelite zum bedeutendsten Turnier des Jahres im Londoner Südwesten versammelt, wird Nadal also ohne Matchpraxis auf der so unberechenbaren Unterlage antreten. dafür mit durchwachsenen Erinnerungen: Im Vorjahr rang er zuerst im Viertelfinal Juan Martin del Potro nieder, anschliessend unterlag er dem späteren Novak Djokovic in einer grossartigen Partie mit 8:10 im Entscheidungssatz. Für viele Experten war es die beste Partie des Tennisjahres überhaupt. Djokovic war damals nur die Nummer 21 der Welt, er startete in Wimbledon erst seine Rückkehr, die ihn schon bald wieder auf den Weltranglisten-Thron führen sollte.

Toni Nadal, der Onkel und langjährige Trainer von Rafael, sagte am Sonntag gegenüber thunertagblatt.ch/Newsnetz, sein Neffe könne auch Wimbledon gewinnen. Zumindest, wenn man die Zahlen des letzten Jahrzehnts anschaut, beruht diese Aussage vor allem auf Zweckoptimismus.


Enttäuschungen à discrétion

Nadals zwei Titel in Wimbledon 2008 und 2010 liegen schon sehr weit zurück, zuletzt folgte eine für einen Spieler seiner Klasse erstaunliche Misserfolgsserie: Bei den letzten 6 Starts scheiterte er immer an einem Spieler ausserhalb der Top 20.

Zieht man den mittlerweile zurückgetretenen luxemburgischen Linkshänder Gilles Muller ab, da die Nummer 26, dem Nadal 2017 mit 13:15 im fünften Satz unterlag, liest sich die Bilanz noch schlimmer: Seine vier vorherigen Bezwinger hatten allesamt ein dreistelliges Ranking - sie belegten die Plätze 100, 135, 144 und 102.

Neben ihrer Klassierung hatten die Herren Lukas Rosol, Steve Darcis, Nick Kyrgios und Dustin Brown noch etwas gemeinsam: Sie beendeten die Partie allesamt mit einem Ass. Es ist der beste Weg, um den Meister der langen Ballwechsel nicht zurückkommen zu lassen.

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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