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Eigentlich spricht nichts für die Schweiz

Ohne Roger Federer und Stan Wawrinka tritt das Schweizer Davis-Cup-Team in der 1. Runde der Weltgruppe auswärts in Birmingham gegen die USA als klarer Aussenseiter an.

Hoffnungsträger: Henri Laaksonen.
Hoffnungsträger: Henri Laaksonen.
Keystone

Ab Freitag duelliert sich das Schweizer Davis-Cup-Team in der 1. Runde der Weltgruppe auswärts mit den USA. Die Viertelfinalqualifikation scheint ausser Reichweite, muss das Team von Captain Severin Lüthi in Birmingham, Alabama, doch ohne die beiden Aushängeschilder Roger Federer und Stan Wawrinka auskommen.

Alles andere als die vierte Niederlage im fünften Duell mit den USA und die Verbannung in die Abstiegsplayoffs Mitte September wäre eine grosse Überraschung. «Wir sind glasklarer Aussenseiter», sagte Lüthi.Ein Blick auf die Weltrangliste unterstreicht die Aussage des Berners und verdeutlicht die Favoritenrolle der Amerikaner, mit 32 Titeln die Rekordsieger im Davis-Cup.

US-Captain Jim Courier kann mit Jack Sock (ATP 20), John Isner (ATP 23), Sam Querrey (ATP 27) und Steve Johnson (ATP 31) auf seine vier besten Einzelcracks zählen. Das Schweizer Team wird von Henri Laaksonen (ATP 127) und Marco Chiudinelli (ATP 146) angeführt.

Von der klaren Ausgangslage will sich Courier aber nicht täuschen lassen, von den Einzel­rangierungen hält er nicht viel. «Wenn du auf dem Platz stehst, interessiert sich der Ball nicht dafür, welches Ranking du hast», sagte der 46-Jährige.

Chiudinellis Unsicherheit

Auch dank des Heimvorteils in der gut 17'500 Zuschauer fassenden Legacy-Arena können die Amerikaner ihre Favoritenrolle aber nicht von sich weisen. Kommt hinzu, dass sowohl Laaksonen als auch Chiudinelli der Start in die neue Saison nicht geglückt ist. Während Laaksonen immerhin ein paar Siege auf der Challenger-Tour gelangen, verlor Chiudinelli alle seine drei Partien im neuen Jahr. «Klar bin ich etwas verunsichert, das Gefühl ist nicht das beste», sagt der 35-jährige Basler.

Lüthis Hoffnung

Dass die Schweizer jedoch auch ohne ihre Topcracks Federer und Wawrinka bestehen können, bewiesen sie im letzten September, als sie dank einem 3:2-Sieg in Taschkent gegen Usbekistan den Abstieg aus der Weltgruppe verhindern konnten. «Auch damals traute uns niemand den Sieg zu», sagte Lüthi, der aber gleich anfügte, dass die Aufgabe in den USA deutlich schwieriger sei.

Trotz der Formkrise seiner designierten Einzelspieler bleibt ein Hoffnungsschimmer. «Der Davis-Cup ist eine andere Geschichte. Für das eigene Land zu spielen, ist immer speziell», sagt Lüthi. Sowohl Chiudinelli als auch Laaksonen hätten im Teamwettbewerb immer gute Leistungen gebracht. Unterstützt werden die beiden von den Romands Adrien Bossel (ATP 485) und Antoine Bellier (ATP 598), die bereits im September in Usbekistan mit dabei waren.

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