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Federer nach geglückter Revanche im Halbfinal

Tennis Roger Federer scheint an den ATP Finals nicht zu stoppen. Der 36-jährige Basler bezwingt Alexander Zverev 7:6 (8:6), 5:7, 6:1 und steht ­vorzeitig im Halbfinal.

Elegant und erfolgreich: Roger Federer in London.
Elegant und erfolgreich: Roger Federer in London.
Keystone

Spätestens nach dem Forfait von Rafael Nadal (siehe Kasten) ist Roger Federers Favoritenrolle an den ATP Finals in London in Stein gemeisselt. Der Einzige, dem man zumindest ein bisschen zutraut, den Masters-Rekordsieger bremsen zu können, ist Alexander Zverev. Doch auch der Deutsche scheiterte gestern am Baselbieter, wenn auch knapp.

Vor allem im ersten Satz vergab der Aufsteiger des Jahres, der Federer im August im Final des Masters-1000-Turniers in Montreal deklassiert hatte, aber zu viele Gelegenheiten. Zunächst gleich drei Breakchancen im ersten Game, danach eine 4:0-Führung im Tiebreak. Allerdings hätte auch Federer den Satz früher gewinnen können. Beim Stand von von 6:5 konnte er zwei Satzbälle nicht nutzen, beim zweiten fiel Zverevs Ball von der Netzkante ins Feld. Allerdings hatte auch der Schweizer zweimal Glück mit Netzrollern, unter anderem im Tiebreak.

Im zweiten Durchgang war es dann Federer, der eine 2:0-Führung nicht ins Trockene brachte. Zum 2:2 verlor er erstmals am diesjährigen Turnier ein Aufschlagspiel – und zum 5:7 ein zweites Mal. Überhaupt hatte der 16 Jahre jüngere Deutsche beim Service eher Vorteile, da Federer nur etwas über die Hälfte der ersten Aufschläge ins Feld brachte. Dennoch war es im dritten Satz der sechsfache Masters-Champion, der zum 2:1 das vorentscheidende Break schaffte. Danach war er nicht mehr zu stoppen, nach zweieinviertel Stunden unterlief Zverev beim ersten Matchball ein Doppelfehler.

Woods als Nummer 1 abgelöst

Durch den Sieg über Zverev hat Federer sein Karrierepreisgeld auf 110 061 012 Dollar hinaufgeschraubt. Damit hat der Baselbieter den früheren amerikanischen Spitzengolfer Tiger Woods von der Spitze verdrängt. Deutlich wichtiger: Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel steht Federer vorzeitig im Halbfinal – zum 14. Mal bei der 15. Masters-Teilnahme. Unabhängig vom Ausgang des letzten Spiels am Donnerstag gegen Marin Cilic steht er auch bereits als Gruppensieger fest. Den zweiten Halbfinalplatz in der Gruppe Boris Becker machen Zverev und Jack Sock im Direktduell untereinander aus.

Debütant Sock kam gestern im Nachmittagsspiel in seinem zweiten Auftritt zum ersten Sieg. Der Amerikaner kämpfte sich gegen Marin Cilic nach klarem Rückstand zurück und gewann nach fast zweieinhalb Stunden 5:7, 6:2, 7:6 (7:4).

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