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Federer ohne Energieverlust im Halbfinal

Der Baselbieter führte im Viertelfinal von Key Biscayne (Florida) gegen Gilles Simon mit 3:0, als der Franzose verletzt aufgeben musste.

Kräfte gespart: Roger Federer hat sich mühelos für den Halbfinal auf Key Biscayne qualifiziert.
Kräfte gespart: Roger Federer hat sich mühelos für den Halbfinal auf Key Biscayne qualifiziert.
Reuters

Roger Federer ist in Key Biscayne ohne den geringsten Energieverlust in die Halbfinals eingezogen. Sein Viertelfinal-Gegner Gilles Simon (Fr/25) gab beim Stande von 3:0 für den Baselbieter wegen eines steifen Nackens auf.

Das Ungemach hatte sich für Simon schon am Morgen angekündigt, wie er Federer am Court nach der Aufgabe sagte. Er sei mit einem steifen Nacken erwacht, sagte Simon und offenkundig stellte sich keine Besserung ein. Schon das erste Game hatte aus seiner Sicht nichts Gutes verheissen, in den ersten drei Punkten beging er massive Vorhand-Fehler und gab das Spiel zu null ab.

Einige Minuten später, bei 3:0 und einem Punkteverhältnis von 12:2 für Federer, liess Simon noch den Physiotherapeuten kommen, sah aber die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens rasch ein und schüttelte Federer die Hand, was Teile des enttäuschten Publikums mit Pfiffen quittierten.

Kräfte gespart

Obwohl man als Spieler zweifelsfrei nicht so gewinnen will, könnte das Forfait von Simon für Federer auch Positives haben, da gestern gegen einen zähen Gegner und bei Temperaturen von über 30 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und viel Wind ein Abnützungskampf gedroht hätte. Schon heute Freitag trifft der zweifache Key-Biscayne-Champion auf Rafael Nadal oder Tomas Berdych, die in der Nacht den letzten Halbfinalisten ermittelten.

Gerade ein Vergleich mit Nadal hätte in Südflorida grossen Reiz: Seit ihren ersten beiden Duellen in Miami 2004 (6:3, 6:3 für Nadal) und 2005 (2:6, 6:7, 7:6, 6:3, 6:1 für Federer) haben die beiden zwar noch 20 Partien gegeneinander bestritten, aber nie mehr auf amerikanischem Boden.

Djokovic erstmals gefordert

Novak Djokovic wurde im Viertelfinal von Key Biscayne erstmals ansatzweise gefordert. Durch einen 6:4, 6:2-Erfolg gegen Kevin Anderson (ATP 40) baute er seine Jahresbilanz aber auf 22:0 aus.

Das Resultat täuscht etwas, der gross gewachsene Südafrikaner ging viele Risiken ein und vermochte den Favoriten während 108 Minuten zu fordern. Bei den wichtigsten Punkten war der Serbe aber präsent wie in diesem Jahr immer: Er verwertete drei von vier Breakchancen, Anderson keine von fünf. «Wenn er im ersten Satz eine der Chancen nützt, geht die Partie vielleicht in eine andere Richtung», so Djokovic nach der gelungenen Revanche für die Niederlage an gleicher Stätte vor drei Jahren.

Scharapowas Comeback

Während Djokovic im Vorjahr an den beiden Nordamerika-Turnieren eine magere 2:2-Bilanz eingespielt hatte, hat er nun bei einem 10:0 allen Grund zuversichtlich ins Wochenende zu steigen. In den ersten vier Partien in Südflorida hat er nur gerade vierzehn Games abgegeben (in Indian Wells waren es noch zwei weniger) und gegen seinen nächsten Gegner machen ihn auch die Zahlen zum klaren Favoriten, Djokovic führt in der Bilanz 5:0.

Die erste Finalistin bei den Frauen heisst Maria Scharapowa. Die Russin stoppte den Erfolgslauf von Andrea Petkovic mit einem letztlich doch klaren 3:6, 6:0, 6:2 und gewann damit auch ihren fünften Dreisatz-Match des Jahres. Scharapowa krönt damit ihre erstmalige Rückkehr in die Top ten seit Melbourne 2009. Im Endspiel trifft sie auf Vera Swonarewa (Russ/3) oder Victoria Asarenka (WRuss/8), die im Viertelfinal Kim Clijsters (B/2) sicher ausschaltete.

Petkovic, die zu Beginn des dritten Satzes den Physiotherapeuten auf den Platz kommen liess, kann sich damit trösten, als erste Deutsche seit vier Jahren (Anna-Lena Grönefeld) den Sprung in die Top 20 geschafft zu haben. Sie wird am Montag die Nummer 19 sein, Tendenz deutlich steigend.

(si)

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