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Federer und Nadal verpassen Final-Einzug

Der Weltranglistenzweite unterlag beim Masters-Series-Turnier in Madrid im Halbfinal dem Schotten Andy Murray 6:3, 3:6, 5:7.

Im Endspiel trifft Murray auf Gilles Simon (Fr), der Rafael Nadal 3:6, 7:5, 7:6 (8:6) bezwang. Vor sechs Wochen war Murray im Final des US Open chancenlos gewesen und diesmal begann die Partie ähnlich: Federer bestätigte seine gute Form aus den vorghergehenden Runden und den Siegen gegen Radek Stepanek, Jo-Wilfried Tsonga und Juan Martin Del Potro und gewann den ersten Satz in 31 Minuten und nach zahlreichen beeindruckenden Ballwechseln. Er brachte nicht weniger als 75 Prozent erster Bälle ins Ziel.

Als Murray dann aber praktisch aus dem Nichts heraus der erste Service-Durchbruch zum 3:1 gelang, änderte die Spielphysiognomie. Murray hatte plötzlich ein Übergewicht und hatte im Aufschlag einen grossen Bonus. Murray schlug 14 Asse, davon alleine 10 im dritten Durchgang. Federer kam so in zwei Sätzen nur noch zu einer Breakchance (zum 2:0 im Entscheidungssatz), welche Murray mit einer gelungenen Offensivaktion zunichte machte. Im dritten Satz wehrte Federer die ersten sechs Breakbälle ab, der siebte war dann aber einer zuviel; Murray verschaffte sich den entscheidenden Vorsprung mit einer Longline-Rückhand und ging nach 118 Minuten im Head-to- Head wieder mit 3:2 in Führung.

«Er hat sehr gut aufgeschlagen»

Federers Analyse war gewohnt differenziert: «Er hat sehr gut aufgeschlagen und zudem viel besser retourniert als noch in New York. Im dritten Satz hatte er mehr Chancen. Es war auch eine frustrierende Niederlage. Wenn der Boden so schnell ist und jemand gut aufschlägt, kann man nicht viel machen.»

Schanghai, das grosse Ziel

Obwohl er auch das achte Masters-Series-Turnier des Jahres ohne Titel verlässt, zog Federer eine positive Bilanz: «Es war eine gute Woche und ich gehe mit einem guten Gefühl nach Basel. Dort spiele ich sicher und wir werden dann sehen, wie es mit Paris-Bercy aussieht.» Dass er nur noch eine Chance hat, das erste Jahr seit 2003 zu verhindern, indem er keinen Event der zweitgrössten Turnierserie gewinnt, beschäftigt ihn nicht speziell: «Natürlich würde ich gerne noch ein Masters-Series-Turnier gewinnen, aber mein grosses Ziel ist das Masters in Schanghai. Das will ich unbedingt gewinnen und ich will dort in guter Form sein.»

Simon, der Marathon-Mann und Tiebreak-König

Gilles Simon besiegte Rafael Nadal nach einem Marathon-Match von 202 Minuten und bewies damit definitiv, dass er aus einem ganz speziellen Holz geschnitzt ist. Der Franzose mit Wohnsitz in Neuenburg hat in diesem Turnier von 15 möglichen Sätzen deren 15 bestritten. Einzig in seiner zweiten Partie gegen James Blake setzte er sich mit 6:4 im dritten Satz durch, die anderen vier Siege errang er mit 7:6 im dritten Satz, dies eine Woche, nachdem er in Wien Eduardo Schwank unterlegen war, mit 6:7 im dritten Satz. Simon, der im August in Toronto auch Roger Federer geschlagen hatte (2:6, 7:5, 6:4), verbessert sich im Champions Race auf Platz 9. Er überholt Stanislas Wawrinka und hat nun reelle Chancen, sich für das Masters zu qualifizieren.

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