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«Je besser die Gegner, desto besser spiele ich»

Roger Federer deklassierte Jürgen Melzer und trifft nun morgen im Viertelfinal von Wimbledon auf den formstarken Tschechen Tomas Bedych (ATP 13).

«Je besser die Gegner sind, desto besser spiele ich», hatte Roger Federer am Ende der ersten Wimbledon-Woche gesagt. «Das erwarte ich von mir.» Gesagt, getan. Nach durchzogenen ersten Auftritten hat sich der Maestro in Form gespielt. Seine Leistung gegen Jürgen Melzer (ATP 16), den er in 84 Minuten 6:3, 6:2, 6:3 deklassierte, war makellos. Der Österreicher, der sich nun innert weniger Wochen den beiden grössten Herausforderungen im Tennis stellen musste – gegen Rafael Nadal in Paris und gegen Federer in Wimbledon zu spielen – sagte danach: «Für mich war der Match gegen Federer schwieriger. Wenn er gut spielt, ist er so dominant, dass man gegen ihn kaum zu Chancen kommt.»

Melzer verpasste es, als erster Österreicher in den Wimbledon-Viertelfinal einzuziehen. Vor ihm waren hier schon Hans Redl (1947) und Alex Antonitsch (1990) in der vierten Runde gescheitert, Thomas Muster gewann im All England Club keinen Match und verzichtete schon bald einmal aufs Rasentennis. Redl, der im Zweiten Weltkrieg den linken Arm verloren hatte, ist übrigens der einzige Spieler in der 133-jährigen Turniergeschichte Wimbledons, dem erlaubt wurde, beim Aufschlag den Ball zweimal mit dem Racket zu berühren – zuerst schlug er ihn in die Höhe, dann nach vorne übers Netz. So viel zur (kuriosen) Tennishistorie.

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