Kyrgios imitiert Federer – und motzt gegen den Ref

Der Bad Boy mal wieder: Erst brilliert er, dann gewinnt er, und trotzdem verweigert er dem Schiedsrichter den Handschlag.

Kyrgios: Wie so oft Licht und Schatten. (Video: Tamedia)

Dass der Australier Nick Kyrgios jede Menge Talent hat, ist inzwischen unbestritten. Und das zeigte er auch in der 1. Runde des ATP-Turniers in Washington D.C. Er bezwang den Amerikaner Thai-Son Kwiatkowski und zeigte dabei ein paar feine Schläge – neben einem Tweener sogar den so genannten «Sabr». Mit dem Schlag, von Roger Federer erfunden oder zumindest von ihm selbst als «sneak attack by Roger» bezeichnet, gewann Kyrgios sogleich einen Punkt.

Auch in der 2. Runde des ATP-500-Turniers blieb Kyrgios siegreich, den Franzosen Gilles Simon schlug er ebenso in zwei Sätzen. Trotzdem war der 24-Jährige danach missmutig gelaunt. Im Laufe des Spiels zertrümmerte er sein Racket, zudem verweigerte er dem Schiedsrichter den Handschlag und knöpfte ihn sich nach Spielschluss auch verbal vor. Wie Ohrenzeugen berichten, soll er den Unparteiischen als «Kartoffel mit Armen und Beinen» bezeichnet haben.

Eine Challenge übersehen

Als Grund für die neuerliche Entgleisung nennen Beobachter, dass der Schiedsrichter überhört hatte, wie Kyrgios bei einem zweiten Aufschlag Simons, Matchball Kyrgios, eine Challenge benutzen wollte. Stattdessen wurde der Aufschlag des Franzosen gut gegeben. «Wohin guckst du eigentlich?», motzte ihn Kyrgios deswegen schon während des Spiels an.

Im Achtelfinal von Washington trifft Kyrgios nun auf den Japaner Yoshihito Nishioka, der den gesetzten Belgier David Goffin eliminierte.

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