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Hingis gibt ihren Rücktritt bekannt

Martina Hingis tritt nach den WTA-Finals vom Profi-Tennis zurück. Damit geht eine grosse und ereignisreiche Karriere zu Ende.

Seit ihrem ersten Profimatch vor 23 Jahren ist eines immer gleich geblieben: Martina Hingis spielt Tennis und hob sich mit ihrer Ballkunst vom oft vorherrschenden Einheitsbrei der WTA-Tour ab.
Seit ihrem ersten Profimatch vor 23 Jahren ist eines immer gleich geblieben: Martina Hingis spielt Tennis und hob sich mit ihrer Ballkunst vom oft vorherrschenden Einheitsbrei der WTA-Tour ab.
Keystone
6. Juli 1993: Sie gewinnt das French Open der Juniorinnen bis 18 Jahre. Selber ist sie in diesem Moment 12, da wird klar, dass tatsächlich ein Wunderkind heranwächst.
6. Juli 1993: Sie gewinnt das French Open der Juniorinnen bis 18 Jahre. Selber ist sie in diesem Moment 12, da wird klar, dass tatsächlich ein Wunderkind heranwächst.
Keystone
August 2017: Nach dem missglückten Intermezzo mit Coco Vandeweghe hat Hingis mit Yung-Jan Chan noch einmal eine Partnerin gefunden, mit der sie perfekt harmoniert. 9 Turniere gewannen die beiden, in New York endlich auch ein Grand Slam. Auch dank der zwei Mixed-Trophäen mit Jamie Murray erhöht sich ihr Karrieretotal auf 25.
August 2017: Nach dem missglückten Intermezzo mit Coco Vandeweghe hat Hingis mit Yung-Jan Chan noch einmal eine Partnerin gefunden, mit der sie perfekt harmoniert. 9 Turniere gewannen die beiden, in New York endlich auch ein Grand Slam. Auch dank der zwei Mixed-Trophäen mit Jamie Murray erhöht sich ihr Karrieretotal auf 25.
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Die 37-jährige Ostschweizerin bestreitet bei den WTA-Finals ihre letzten Partien auf der WTA-Tour. 23 Jahre nach ihrem ersten Auftritt auf der WTA-Tour in Zürich erklärte Martina Hingis in Singapur ihren Rücktritt. Zweimal hatte sie sich vom Tennis-Zirkus temporär verabschiedet, ein erstes Mal verletzungsbedingt Ende 2002 und ein zweites Mal nach einer positiven Dopingprobe im November 2007. In der letzten Phase ihrer Karriere, die im März 2013 begonnen hatte, widmete sie sich fast ausschliesslich dem Doppel und Mixed. Und dies mit grossartigem Erfolg.

In den letzten gut dreieinhalb Jahren gewann Hingis 27 Titel im Doppel und 5 im Mixed, darunter 10 bei Grand-Slam-Turnieren. Sie erweiterte ihre Sammlung an Major-Titeln auf 25. Nur neun Spielerinnen waren in der Tennis-Geschichte bei den wichtigsten Turnieren erfolgreicher als die in Kosice geborene Schweizerin. Im Einzel brillierte sie vor allem zwischen 1997 und 1999. Während dieser Zeit gewann sie dreimal das Australian Open und je einmal Wimbledon und das US Open.

Die Prioritäten ändern sich

«Es ist der richtige Zeitpunkt für mich», begründete Hingis ihren Entscheid. «Es ist besser, auf dem Höhepunkt aufzuhören und ich kann ja sagen, ich hatte eine sehr gute Zeit. Die Erfolge, die ich in den letzten drei Jahre hatte, waren super und es wird sowieso schwierig, dies zu toppen. Und auch meine Prioritäten ändern sich natürlich.»

1997 wurde Hingis mit 16 Jahren und 3 Monaten die jüngste Nummer 1 der Welt. 209 Wochen war sie an der Spitze der Einzel-Weltrangliste, im Doppel ist sie zusammen mit ihrer letzten Partnerin Chan Yung-Jan derzeit an der WTA-Spitze. Nachdem sie 2015 und 2016 mit der Inderin Sania Mirza überaus erfolgreich gewesen war, knüpfte sie mit der Taiwanesin Chan 2017 an diese Erfolge an. Im Mixed siegte sie in dieser Saison zusammen mit Jamie Murray in Wimbledon und beim US Open.

Der Ehrgeiz war immer da

Hingis genoss den etwas weniger stressigen Alltag als Doppel-Spielerin. Ihr Ehrgeiz war allerdings immer intakt. Sie zögerte nicht, die Partnerin zu wechseln, wenn sich der Erfolg nicht einstellte. Nach der Trennung von Mirza hatte sie es zunächst mit der Amerikanerin Coco Vandeweghe an ihrer Seite versucht. Als die Siege rar wurden, tat sie sich Mitte Februar mit Chan zusammen.

Nun tritt Hingis als Weltranglisten-Erste im Doppel ab. Gedanken über den richtigen Moment für den endgültigen Abgang hatte sie sich schon seit mehreren Monaten gemacht. Nach dem US Open gab sie zu verstehen, dass es unter Umständen ihre letzte Saison auf der Tour sein könnte. Noch bevor sie nach Singapur reiste, war ihr Entscheid gefallen, nach den WTA-Finals das Racket an den Nagel zu hängen.

SDA/fal

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