Zum Hauptinhalt springen

Mezzadri erklärt seine Kritik an Federer

Dass Roger Federer auf den Sandplätzen von Gstaad und Hamburg aufschlägt, ehe die wichtigen Hartplatzturniere in Nordamerika anstehen, kommt nicht überall gut an. Der frühere Davis-Cup-Captain Claudio Mezzadri erklärt, weshalb.

Als die beiden noch zusammen im selben Team waren: Roger Federer und Claudio Mezzadri im Juli 1999 bei einer Davis-Cup-Partie gegen Belgien.
Als die beiden noch zusammen im selben Team waren: Roger Federer und Claudio Mezzadri im Juli 1999 bei einer Davis-Cup-Partie gegen Belgien.
Keystone

Die Hamburger Organisatoren um Michael Stich reagierten erfreut auf die neue Attraktion in ihrem Turnier (15. bis 21. Juli). In Wimbledon hinterfragten aber auch etliche Federers Planung, etwa der frühere Davis-Cup-Captain Claudio Mezzadri. Es mache keinen Sinn, zwischen der Rasen- und der Hartplatzsaison wieder auf Sand zu spielen, sagte der Tessiner, der das Tennis als TV-Kommentator genau verfolgt.

Der frühere Top-30-Spieler ging mit Federer auch sonst hart ins Gericht. Seine körperliche Form sei ungenügend, er habe sich wohl nicht richtig auf 2013 vorbereitet und auch an Kraft verloren. Das habe sich etwa beim Return gezeigt, seinem enttäuschendsten Schlag beim Ausscheiden gegen Sergei Stachowski. «Er konnte sein Spiel nicht genügend durchsetzen, wie gewohnt.» Die Südamerika-Tournee im Dezember habe möglicherweise verhindert, dass er sich wie gewohnt auf die neue Saison vorbereiten konnte. Dies habe dann wohl seine Formbaisse nach dem Australian Open ausgelöst. «Er brachte nicht mehr die Leistungen, die er wollte.»

Federer habe, wie geplant, nur wenige Turniere gespielt und sei seinem vorgesehenen Programm treu geblieben, bis Wimbledon - obwohl seine Resultate nicht auf der Höhe seines Wertes gewesen seien. «Ich denke, dass er hoffte, in Wimbledon den ersten Teil der Saison zu retten», so Mezzadri. Die schwere Niederlage habe ihn nun dazu veranlasst, seine Pläne zu ändern, was panisch und extrem anmute. «Man muss nun aber die Resultate abwarten. Die werden wie immer zeigen, ob er richtig reagiert hat oder nicht. Man muss seine Entscheide jedenfalls respektieren.»

Aus Federers Sichtweise macht es allerdings Sinn, vor Gstaad auch gleich noch in Hamburg anzutreten. Er ist fit, ausgeruht, kann Matchpraxis brauchen – und wenn er sich schon nochmals auf Sand einstellen muss, kann er das ja gleich für zwei Turniere tun.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch