Zum Hauptinhalt springen

Scharapowa und der Stalker

Maria Scharapowa hat am Australian Open nicht nur mit ihren Gegnerinnen zu kämpfen. Die Russin fühlt sich von einem merkwürdigen Journalisten belästigt.

Siegreich, aber verärgert: Maria Scharapowa.
Siegreich, aber verärgert: Maria Scharapowa.
Keystone

Wo immer Maria Scharapowa in den vergangenen zwei Wochen auftauchte, wartete schon der neuseeländische Journalist James McOnie auf sie. Nun ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Medienvertreter bei mehreren Turnieren in Folge zugegen ist, McOnies Fragen an die dreifache Major-Siegerin sind dafür umso deplatzierter. Unter anderem wollte er wissen, ob sich Scharapowa mit Anna Kurnikowa getroffen und mit der früheren Top-10-Spielerin einen «Club für heisse Russinnen» besucht habe.

Auf der Pressekonferenz nach ihrem Erstrundensieg gegen Tamarine Tanasugarn entdeckte Scharapowa ihren Stalker unter den versammelten Journalisten und teilte ihm zum wiederholten Mal mit, dass sie sich belästigt fühle. «Ich weiss nicht, warum Sie hier sind, das hätte nicht passieren dürfen», sagte die 23-Jährige. McOnie liess sich jedoch nicht beirren und hielt einen Karton mit der Aufschrift «Ich bin kein Stalker» in die Höhe. Scharapowa reagierte verärgert: «Sie haben ja sogar ein Schild dabei, das ist total daneben.»

Während die Geschichte von Scharapowa und dem merkwürdigen Stalker in den neuseeländischen und australischen Medien beträchtliche Wellen schlägt, prüfen die Organisatoren des Australian Open noch, ob sie dem missliebigen Mann den Zutritt zum Melbourne Park verwehren sollen.

Auch Hingis hatte einen Stalker - ein Graf-Fan stach Seles nieder

Die Schweizerin Martina Hingis hatte während ihrer Tenniskarriere ebenfalls Ärger mit einem Stalker. Sie erreichte, dass der Mann 2001 vor Gericht gestellt und zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Selbst während des Prozesses hatte der irregeleitete Fan versucht, Hingis zu filmen.

Noch schlimmer traf es Monica Seles. Die gebürtige Serbin, die 178 Wochen an der Spitze der Weltrangliste stand, wurde 1993 am Turnier in Hamburg während des Viertelfinals gegen Magdalena Maleeva vom geisteskranken Günter Parche niedergestochen. Parche war ein fanatischer Fan von Seles' Erzrivalin Steffi Graf.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch