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Serena Williams krönt Traumjahr mit Masters-Sieg

Serena Williams gewinnt zum dritten Mal nach 2001 und 2009 das Masters. Der US-Tennisstar setzte sich in Instanbul im Final gegen die Russin Maria Scharapowa 6:4 und 6:3 durch.

In Feierlaune: Serena Williams zelebriert ihren Triumph mit Maria Scharapowa.
In Feierlaune: Serena Williams zelebriert ihren Triumph mit Maria Scharapowa.
Keystone

Serena Williams ist mit 31 Jahren die älteste Siegerin in der Geschichte des WTA-Masters. Mit dem 46. Turniersieg krönte sie ihr Traumjahr. Williams verlor seit April nur noch zwei Partien und gewann sieben Turniere. Unter anderem war sie in Wimbledon und am US Open in New York erfolgreich und sicherte sich an den Olympischen Spielen in London im Einzel sowie im Doppel die Goldmedaille. 58:4 Siege (inklusive Fed Cup) lautet ihre unglaubliche Bilanz in diesem Jahr - seit 1990 gab es keine bessere Erfolgsquote. Zudem knackte sie die Preisgeld-Schallmauer von sieben Millionen Dollar - insgesamt sind es beinahe 42 Millionen.

Dass sich Williams in anderen Sphären als ihre Konkurrentinnen bewegt, unterstrich sie in Istanbul eindrücklich. Sie gab in ihren fünf Matches keinen einzigen Satz ab - wie bereits bei ihren Turniersiegen in Charlestone, Stanford und bei Olympia. Dabei spielte Maria Scharapowa im Final keineswegs schlecht. Doch Williams trumpfte vor allem bei eigenem Aufschlag gross auf. Sie liess keinen Breakball zu und schlug elf Asse; mit dem ersten Service gewann sie 28 von 34 Punkten. In den ersten vier Partien in der türkischen Metropole hatte sie noch zehnmal ihren Aufschlag abgeben müssen.

Wie stark Williams gegen Scharapowa spielte, verdeutlichen weitere Zahlen: 40 Winners standen bloss 14 unerzwungene Fehler gegenüber, und sie schloss neun ihrer zehn Netzangriffe erfolgreich ab. Bei ihrem ersten Matchball nach einer Spielzeit von 89 Minuten machte sie mit einem Returnwinner kurzen Prozess - es war ihr drittes Break. Im ersten Durchgang hatte sie Scharapowa den Aufschlag zum 3:2 abgenommen.

Eindrücklich ist auch der Fakt, dass sie den 18. Sieg in Folge gegen eine Gegnerin aus den Top 5 feierte. Letztmals verlor sie im Juni 2011 gegen eine Topspielerin: 6:3, 6:7, 5:7 nach einer 6:3, 5:3-Führung gegen Vera Swonarewa (damals WTA 3) in Eastbourne. Damals bestritt sie allerdings erst ihr zweites Einzel nach einer einjährigen Absenz von der Tour wegen einer Fussverletzung und einer Lungenembolie.

Sie fühle sich grossartig, sagte Williams. Abgesehen vom Start, der lasch gewesen sei, sei es ihre beste Saison gewesen. Sie freue sich auf 2013. Ihr neuer Trainer und Partner Patrick Mouratoglou, mit dem sie seit der Erstrunden-Niederlage am French Open zusammenarbeitet, scheint ihre Flügel zu verleihen. Unter seinen Fittichen verlor sie in sechs Turnieren noch einmal (in Cincinnati gegen Angelique Kerber) und gab bloss sechs Sätze ab. Sie wirkt enorm fit, bewegt sich ausgezeichnet.

Im Head-to-Head mit Scharapowa erhöhte Williams dank des neunten Sieges in Serie auf 9:2 - ihre letzte Niederlage gegen die Russin erlitt sie am 16. November 2004 im Final des Masters. Damit gelang ihr auch eine «kleine Revanche», gedacht daran hat sie allerdings nicht. Für Scharapowa waren die sieben gewonnenen Games eine immense Steigerung, denn in den drei Duellen zuvor hatte sie zusammen bloss neun Games geholt. Im Halbfinal liess die Olympia-Zweite der weissrussischen Weltranglisten-Ersten Viktoria Asarenka (6:4, 6:2) keine Chance

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