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«Trägt Federer eine Perücke?»

Wie sich US-Komiker Will Ferrell und Jim Courier in Melbourne über den Wimbledonsieger lustig machten.

Lustiger Auftritt: Will Ferrell witzelt über Roger Federers Alter. Video: Tamedia/AP

Hollywood-Star Will Ferrell hatte schon nach Roger Federers Startsieg am Australian Open einen grossen Auftritt, als er diesem neben John McEnroe auf dem Court einige Fragen stellen durfte. Zwar fanden nicht alle das Interview gleich lustig («Sind Sie ein Vampir oder eine Hexe?»), dennoch wurde der 50-jährige Schauspieler («Buddy, der Weihnachtself», «Verliebt in eine Hexe») ein zweites Mal in den Mittelpunkt gerückt: Bei einer Medienkonferenz, bei der er ausgiebig von der früheren Tennisgrösse Jim Courier befragt wurde. Urteilen Sie anhand dieser Auszüge selbst, wie gross der Unterhaltungswert war.

Ferrell: Ich nehme am Turnier teil. Ich bin bereit. Kennt Ihr übrigens Courier? Er gehörte zum grössten Davis-Cup-Team aller Zeiten.

Courier: Ich war der Wasserträger.

Ferrell: Wasserträger? Jim Courier, Andre Agassi, Pete Sampras und…

Courier: Nachname McIntosh? (Gemeint ist McEnroe, der 1992 das obige Trio im Final gegen die Schweiz in Fort Worth ergänzt hatte)

Ferrell: Ja. McIntosh, John McIntosh.

Courier: Warum bist du überhaupt hier?

Ferrell:Ich musste einige Frequent-Flyer-Meilen loswerden. Nein, ich bin ein grosser Tennisfans und habe Freunde hier. Das Turnier hat meine Erwartungen übertroffen. Melbourne ist grossartig.

(Dann wird seicht weitergeblödelt, irgendwann geht es wieder um Tennis).

Courier: Wie ist dein eigenes Spiel?

Ferrell: Ich habe ein Powergame. Das heisst nicht, dass ich das Feld treffe. Und ich habe keine Backhand.

Courier: Von diesem Club bin ich der Präsident.

Ferrell: Wenn ich einen ersten Aufschlag reinbringe, ist das der Himmel für mich.

Courier: Welche Bekanntheit in Los Angeles spielt am besten?

Ferrell: Lustigerweise Taylor Swift. Sie ist unglaublich. Aber ich übertreibe…. Rihanna ist auch gut.

Courier: Du hast uns am Dienstag mit Roger Federer unterhalten. Kanntest du ihn schon?

Ferrell: (weicht aus) Hast du seine Körpersprache gesehen? Er hatte etwas Angst vor mir.

Courier: Er ist ein kompletter Trottel (er benutzt den Ausdruck «total jerk»).

Ferrell: Er wich zurück, in der Art: Was macht der Kerl noch? Nein, es machte viel Spass. Ich hätte noch lange weiter machen können, aber ich sah, dass McEnroe mir zu verstehen gab, ich müsse Schluss machen.

Courier: Er brauchte wahrscheinlich Hilfe vom grössten «Anchorman» (eine Anspielung auf den Film mit Ferrell als Nachrichtensprecher) aller Zeiten. Ich mache hier auch Interviews und weiss, dass es manchmal schwierig ist, Fragen zu finden. Wie war das für dich?

Ferrell: Ich sass in meinem Stuhl und überlegte, welche lustige Sachen ich von Roger Federer wissen wollte. Ich vergass ihn zu fragen, ob sein Haar echt ist oder ob er eine Perücke trägt? Er hat ja so luxuriöses Haar.

Courier: Das hat er. Er war auch noch nie im Yarra. (Courier bezieht sich darauf, dass er selber nach seinen Siegen in Melbourne in den verschmutzten Fluss sprang).

Und weiter geht der Dialog, etwa zum Thema Filme, ehe auch die Tennisjournalisten noch einige Fragen stellen dürfen.

PS: Ferrell sagte, er reise am Freitag ab.

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