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Die Premiere für Tiebreak-König Dominic Thiem

Der Österreicher steht erstmals ausserhalb von Roland Garros in einem Grand-Slam-Final. Er bezwang in Melbourne Alexander Zverev nach mehr als dreieinhalb Stunden in vier Sätzen.

Dominic Thiem schlägt Alexander Zverev in Vier Sätzen. (Video: SRF)

Vorentscheidend war der dritte Satz, in dem die Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle erlebten. Thiem führte rasch und hatte bei 3:1 und 0:30 Chancen auf ein Doppelbreak, doch Zverev hielt dagegen und kam seinerseits bei 5:4 zu zwei Satzbällen. Mit zwei Hochrisiko-Schlägen wehrte der «Dominator» aber beide ab und bestätigte anschliessend seine Tiebreakstärke. «Das war ein Schlüsselmoment im Spiel», erklärte Thiem. Schon im Viertelfinal gegen Rafael Nadal hatte er alle drei Kurzentscheidungen für sich entschieden. Besonders wertvoll war der Vorsprung, weil Zverev in den ersten drei Sätzen eine unglaubliche Quote erster Aufschläge von 84 Prozent hatte.

Auch im vierten Satz musste das Tiebreak entscheiden und wieder zeigte Thiem, dass er im Moment in dieser Sparte unantastbar ist. Er führte rasch mit zwei Mini-Breaks 3:0 und gewann letztlich nach einem verwerteten Vorhand-Volley mit 7:4. «Es war ein unwirkliches Spiel», sagte Thiem, «ich konnte ihn praktisch nicht breaken, er hat so gut serviert. Und mit den beiden Tiebreaks war es wieder so eng.» Auf seine Tiebreakstärke angesprochen, sagte er: «Tiebreaks sind immer 50:50. Ich habe die letzten immer gut begonnen und das gibt natürlich viel Selbstvertrauen.»

Dominic Thiem steht erstmals in einem Grand-Slam-Final auf Hartbelag.
Dominic Thiem steht erstmals in einem Grand-Slam-Final auf Hartbelag.
Clive Brunskill/Getty Images
Der Österreicher, der den Deutschen Alexander Zverev in vier Sätzen ausschaltete, versteht sich mit seinem Gegner sehr gut.
Der Österreicher, der den Deutschen Alexander Zverev in vier Sätzen ausschaltete, versteht sich mit seinem Gegner sehr gut.
Darrian Traynor/Getty Images
... danach übernimmt aber Thiem das Spieldiktat.
... danach übernimmt aber Thiem das Spieldiktat.
EPA/FRANCIS MALASIG
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Thiem ist mit 26 Jahren der jüngste Melbourne-Finalist seit Novak Djokovic 2013. Falls er am Sonntag auch den Titel gewinnt, ist er der erste in den neunziger Jahren geborene Spieler, der einen Grand-Slam-Titel auf dem Konto hat. Allerdings wartet nun mit Novak Djokovic die grösstmögliche Herausforderung: Im Head-to-Head führt der Serbe 6:4.

Der Österreicher beweist nun auch auf höchster Stufe, dass er nicht nur ein Sandplatzspezialist ist. Der Champion von Indian Wells, der im Final im letzten März Roger Federer bezwang, hatte seine bisherigen Major-Finals beide in Roland Garros erreicht. Mit dem Grosserfolg in Melbourne beendet er eine Durststrecke, zuletzt war er in Wimbledon und beim US Open in der Startrunde gescheitert.

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