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Zeit, Tennisgeschichte zu schreiben

Den Schweizern fehlt nach dem gewonnenen Doppel noch ein Sieg, um mit dem Davis-Cup-Titel ihre goldene Ära zu krönen.

Souveränes Zusammenspiel: Roger Federer und Stan Wawrinka motivieren sich im Doppel gegen Frankreich. (22. November 2014)
Souveränes Zusammenspiel: Roger Federer und Stan Wawrinka motivieren sich im Doppel gegen Frankreich. (22. November 2014)
Gonzalo Fuentes, Reuters

Was war seit dem dramatischen, folgenschweren Schweizer Masters-Halbfinal in London nicht alles geschrieben, spekuliert und angedeutet worden. Die Beziehung zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka sei zerrüttet, hiess es. Täglich tauchten neue Bild- und Tonbeweise dafür auf, dass Federers Frau Mirka dem Romand zugerufen habe, er sei eine Heulsuse. John McEnroe wollte eine heftige Auseinandersetzung der beiden Spieler in der Garderobe beobachtet haben. ­Zitate Wawrinkas wurden rezykliert, um zu beweisen, dass die beiden helvetischen Topspieler nur eine Zweckgemeinschaft bildeten. Und nun das: ­Federer und Wawrinka harmonierten im wegweisenden Davis-Cup-Doppel gegen Gasquet/­Benneteau so gut wie wohl noch nie, stürmten zu einem souveränen 6:3, 7:5, 6:4 und greifen mit der 2:1-Führung im Rücken nach dem Pokal, der die goldene Schweizer Tennisära krönen würde.

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