Luzern kommt mit dem Minimum zum Maximum

Der FC Luzern gewinnt bei Klaksvik 1:0. Es ist der erste Luzerner Auswärtssieg im Europacup.

Es war ein Krampf: Aber der FC Luzern setzt sich gegen die Färinger von Klaksvik schliesslich doch mit zwei 1:0-Siegen durch.

Es war ein Krampf: Aber der FC Luzern setzt sich gegen die Färinger von Klaksvik schliesslich doch mit zwei 1:0-Siegen durch.

(Bild: Keystone)

Florian Raz@razinger

Es war aber auch wirklich Zeit. 27 Jahre ist es her, seit der FC Luzern letztmals eine Runde im Europacup überstanden hat. Bloss vier der FCL-Spieler, die in Toftir von Beginn weg auf dem Platz standen, waren damals schon auf der Welt. Und noch überhaupt nie haben die Luzerner in ihrer Clubgeschichte im Europacup auswärts gewonnen. Ausser, man rechnet den einstigen Sommerfüller UI-Cup mit.

Jetzt haben die Luzerner also endlich diese Barriere übersprungen. All zu viel sollten sie sich darauf allerdings nicht einbilden. Ihr Gegner in der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League kam aus Klaksvik, einem 5000-Seelen-Ort auf den Färöer Inseln. Und für die Qualität des Gegners taten sich die Innerschweizer dann doch äusserst schwer bei ihren beiden 1:0-Siegen.

Elekes Klasse

Immerhin, im Rückspiel auf den Färöern wartete Luzern nicht bis in die 93. Minute, bis es sein Tor erzielte. Diesmal traf Idriz Voca schon in der 34. Minute zur Luzerner Führung. Das Tor entsprang nicht einer überlegen geführten Partie. Sondern der individuellen Klasse von Blessing Eleke. Der Stürmer, der im Hinspiel zu Beginn noch geschont worden war, setzte sich auf links gegen mehrere Gegner durch. Voca musste den Ball schliesslich bloss noch aus wenigen Metern über die Linie drücken.

Das war dann auch gleich die Entscheidung in diesem Duell. Denn so herzhaft das Team aus Klaksvik auch grätschte und rannte: Es war klar, dass die Amateure von der Insel niemals jene drei Tore erzielen würden, die sie nun für ein Weiterkommen brauchten.

Lattentreffer für Klaksvik

Das dachten sich wohl auch die Luzerner. Die kamen ziemlich pomadig aus der Kabine und mussten in der 47. Minute sogar froh sein, dass Deni Pavlovic nach einer Ecke den Ball mit dem Kopf aus wenigen Metern bloss an die Latte setzte.

Einen Tag vor dem Spiel in Toftir hatte der Abgang von Christian Schneuwly für Aufregung gesorgt. Schneuwly hatte die Luzerner vor einer Woche mit seinem Tor in der Nachspielzeit erlöst.

Zumindest die Aufgabe auf den Färöern hat der FCL aber auch ohne seinen nun ehemaligen Routinier gelöst. Am Ende war es ein mehr oder weniger souverän verteidigter Arbeitssieg.

Der ist nicht nur für die Schweizer Fünf-Jahreswertung der Uefa wichtig. Er bringt den Luzernern auch ein Highlight ein: Als nächstes wartet Espanyol Barcelona auf die Innerschweizer. Gegen die Spanier muss der FCL aber drei, vier Gänge hochschalten, wenn er sich Hoffnung auf eine Überraschung machen will.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

thunertagblatt.ch/Newsnetz

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt