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Aus dem Fehler wird das gewisse Etwas

Elia Schmid ist der erste Einzel-Schweizer-Meister aus dem Kanton Bern seit fast 40 Jahren. Aufgrund seiner unorthodoxen Rückhandtechnik galt der Meiringer einst als nicht förderungswürdig.

Und plötzlich war Elia Schmid Schweizer Meister. Im Viertelfinal hatte der 17-jährige Tischtennisspieler gegen Titelverteidiger Samy Zmirou einen 1:3-Satzrückstand wettgemacht, danach war er nicht mehr zu stoppen. Der Weg zum Triumph war typisch für die Karriere des Meiringers, der sich durch Widerstände und schlechte Prognosen nie hat aufhalten lassen.

Es hatte alles im Bastelraum des Elternhauses begonnen. Dort spielte Klein-Elia mit dem Vater und den Geschwistern leidenschaftlich Pingpong, dort eignete er sich eine Schlagtechnik an, die bis heute für Stirnrunzeln sorgt. Schmid dreht den Unterarm scheibenwischerartig, sodass er den Ball auch auf der Rückhandseite mit dem Vorhandbelag trifft. «Mein Vater war ein Laie, deshalb korrigierte er mich nie», sagt Schmid. Später, als der Berner Oberländer schon wettkampfmässig Tischtennis spielte, wurde er immer wieder aufgefordert, den Fehler auszumerzen und den Ball konventionell zu schlagen. Er wurde vorerst nicht ins Nachwuchsnationalkader aufgenommen, weil die Verbandscoaches die Erfolgsaussichten als zu gering einstuften. «Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, ich hätte Elia von Anfang an zugetraut, so gut zu werden», gibt Daniel Bühlmann zu. Bühlmann ist einer der besten Kollegen Schmids, selber NLB-Akteur und gelegentlicher Trainingspartner. Trotz Skepsis im Umfeld liess sich Elia Schmid nicht beirren. «Der Kopf wollte die Technik nicht ändern.»

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