«Aber Papi, Rafa ist doch die Nummer 1?»

Nach der Wahl zum Sportler des Jahres bedankt sich Roger Federer auf seine Art. Und erzählt eine witzige Geschichte aus seinem Leben als Vater.

Viel Freude und Humor: Der Tennis-Maestro bedankt sich beim Publikum während der Sportler-Gala. (Video: SRF)

«Ich habe kein Bild, sehe nur die Kamera», erklärte Roger Federer in seiner Liveeinschaltung aus Dubai dem TV-Moderatorenpaar Sandra Studer und Reiner Maria Salzgeber. «Ich freue mich riesig über den Award», fuhr der nun siebenfacher Gewinner fort. Ganz Gentleman gratulierte er zuerst allen anderen, die ebenfalls nominiert worden waren. «Es sind alles super Typen, sie haben unglaubliche Leistungen vollbracht. Ich hoffe, wir alle werden noch so viel Freude haben in Zukunft. Es ist für mich eine riesige Ehre, an den Sports Awards teilnehmen zu dürfen.»

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Es sei leider so, dass er wegen seiner Saisonvorbereitung um diese Jahreszeit immer weg von der Schweiz sei. «Das tut mir im Herzen eigentlich weh. Das bedeutet aber für mich, dass es im nächsten Jahr weiter geht.» Dann blickte er auf sein Comeback 2017 zurück: «Es war ein gigantisches Jahr, vielleicht mein Lieblingsjahr. Wenn 2018 nur halb so erfolgreich wird, bin ich zufrieden.»

Der grosse Dank an Team und Familie

Federer vergass im Moment des Erfolgs wie gehabt seine Entourage nicht. Er hätte es nie alleine geschafft, fügte der Baselbieter hinzu. Viele würden nur über sein Talent berichten, dabei gäbe es so viele Leute, die hinter den Kulissen ihre Arbeit für ihn verrichten würden. Er richtete sein Wort an seinen langjährigen Wegbegleiter und Coach: «Zuerst natürlich Gratulation an Seve (Lüthi). Ich weiss, was ich an dir habe. Dass du heute auch ausgezeichnet wurdest vor dem ganzen Publikum in der Schweiz, freut mich riesig für dich.» Es sei aber auch eine Würdigung für die ganze Mannschaft, die alle hart arbeiten würden. «Ich kann mich nicht genug bei allen bedanken.»

Der berühmte Sohn vergass auch seine Eltern nicht. «Hallo Mami, hallo Papi. Danke, dass ihr im Studio seid.» Schliesslich erwähnte er seine Allerliebsten. «Meine Frau, meine Familie, ohne sie würde ich kaum Tennis spielen. Dass ich weiter dabei bin, liegt auch an ihnen, weil sie mich immer unterstützen.» Infolge erzählte er eine Anekdote. «Heute Abend, als ich meine Kinder ins Bett brachte, fragten sie mich noch: 'Wohin gehst du noch?' Ich erklärte ihnen, dass ich an die Sportlerehrung gehen würde. Ich erklärte ihnen, worum es geht und sagte noch, dass ich eine Chance hätte. Sie meinten aber dann: 'Aber Papi, Rafa ist doch die Nummer 1?' Ich antwortete, dass es nur um die Schweiz gehe. Es war ganz witzig.» Das Publikum im Zürcher TV-Studio lachte laut. Dann bedankte sich Federer noch bei allen, die sich um diese Sportlerehrung bemüht hätten. «Wir Sportler schätzen das enorm.»

Fazit: Ein wahrer Champion, auch neben dem Court.

fal

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