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«Alle sind gegen mich gefahren»

Fabian Cancellara hat der Flandern-Rundfahrt auch in diesem Jahr den Stempel aufgedrückt. Da seine Teamkollegen schwächelten, blieb dem Berner am Ende der über 250 Kilometer langen Fahrt aber nur Rang 3.

Fabian Cancellara zieht Sylvain Chavanel mit sich.
Fabian Cancellara zieht Sylvain Chavanel mit sich.
Keystone
Der Schweizer musste viel Führungsarbeit verrichten.
Der Schweizer musste viel Führungsarbeit verrichten.
Reuters
Für den Belgier ist es der grösste Triumph seiner Karriere.
Für den Belgier ist es der grösste Triumph seiner Karriere.
Keystone
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Als Fabian Cancellara um 16.05 Uhr wenige Meter vor dem Ziel den Sprint der drei Führenden gegen den Franzosen Sylavin Chavanel und den Belgier Nick Nuyens eröffnete, hatten seine Beine schon Krämpfe hinter sich. Und so scheiterte die letzte Aktion des Schweizers, der auf dem Asphalt und auf dem Kopfsteinpflaster zuvor eine Klasse für sich gewesen war, jedoch als Einzelkämpfer zu viel Kraft verpufft hatte.

Cancellara rollte schliesslich als Dritter hinter dem siegreichen Nuyens und Chavanel ins Ziel. «Sogar wenn man super stark ist, ist man noch schlagbar», bemerkte der Zeitfahr-Weltmeister treffend. «Schon an der Mauer von Geraardsbergen war ich eigentlich am Ende und hatte Krämpfe. Leider habe ich den Sprint zum Schluss etwas zu früh angezogen, ich habe aber schon Tom Boonen im Nacken gespürt.» Trotzdem sei er nicht enttäuscht und stolz auf Rang 3: «Schliesslich sind alle gegen mich und mein Team gefahren.»

Die Schwäche seiner Leopard-Equipe kostete Cancellara letztlich die Wiederholung seines Triumphes aus dem Vorjahr. So musste er schon 40 Kilometer vor dem Ziel fast alles auf die Karte Flucht setzen. Chavanel, der ihm beim Ausreissversuch als Einziger folgen konnte, war nicht gewillt, Führungsarbeit zu leisten. Er hatte wohl die Anweisung, auf seinen Captain Boonen zu warten.

Nick Nuyens war der grosse Profiteur der speziellen Konstellation und sorgte so dafür, dass der Flandern-Sieg trotz Cancellaras Weggang beim Saxo-Bank-Team von Bjarne Riis bleibt. 2008 hatte der 30-jährige Belgier als Zweiter schon einmal am Triumph beim wichtigsten Rennen in seiner Heimat geschnuppert.

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