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Der Sprung auf das Podest ist das Ziel

Equipenchef Rolf Grass ist zuversichtlich, dass es den Schweizer Springreitern an der EM in Windsor (Eng) zu einer Medaille reicht.

Equipenchef Rolf Grass (links) hat mit Steve Guerdat und Pius Schwizer an der EM zwei «heisse Eisen» im Feuer.
Equipenchef Rolf Grass (links) hat mit Steve Guerdat und Pius Schwizer an der EM zwei «heisse Eisen» im Feuer.
Keystone

«Für mich ist es eine Wunschmannschaft», sagt der Schweizer Equipenchef Rolf Grass. Ein Wunschteam formiert aus dem Überflieger Pius Schwizer (Oensingen) mit Ulysse, der Debütantin Clarissa Crotta (Neuendorf) mit Westside, dem Stilisten Steve Guerdat mit Jalisca Solier und dem immer für Überraschungen guten Daniel Etter (Müntschemier) mit Peu à peu. Dieses Quartett vertritt die Schweiz an der EM der Springreiter in Windsor. Die Selektion für ein Championat hat Equipenchef Rolf Grass auch schon arg mehr Kopfzerbrechen bereitet. Seit Olympia 2008 ist einiges passiert. Beat Mändli, Weltcupsieger 2007, hat Anfang August in Dublin bei seiner Rückkehr ins Nations-Cup-Team mit Louis aufsteigende Tendenz bewiesen und viel zum 2.Rang beigetragen. «Er hat in meinen Überlegungen durchaus eine Rolle gespielt», so Grass. Niklaus Schurtenberger hat früh angekündigt, dass er auf die EM verzichten werde – auch um Cantus, inzwischen wieder das einzige Weltklassepferd in seinem Stall, zu schonen. Markus Fuchs ist am CSIO in St.Gallen zurückgetreten und nun als Teamchef der Italiener an der EM. Christina Liebherr, Vizeeuropameisterin 2005, hat (noch) keinen valablen Nachfolger für ihren Superstar No Mercy gefunden. Der Holländer Fuchs, der von Experten zu den fünf besten Springpferden der Welt gezählt worden ist, hat sich Anfang Juli am CHIO in Aachen einen Sehnenriss zugezogen. Eine Verletzung, die für den 14-jährigen Wallach dem Karriereende gleichkommt.

Schwizers Erfolgswellenritt

«Für uns ist mit der Mannschaft wie im Einzel eine Medaille möglich, und diese streben wir auch an», sagt Grass. Mit Pius Schwizer wissen die Schweizer einen der gegenwärtig erfolgreichsten Springreiter der Welt in ihren Reihen. Der in Oensingen lebende Luzerner gewann zuletzt den GP in Falsterbo und das Derby in La Baule. Dazu gesellen sich viele weitere Spitzenplatzierungen. Der Schweizer Meister und Cupsieger ist inzwischen die Nummer 23 der Welt. Auch rund läufts Steve Guerdat, der heuer die GPs in Rotterdam und Ascona gewonnen hat. Guerdat, die Nummer 8 der Welt, ist der einzige mit EM-Medaillen-Erfahrung. 2003 in Donaueschingen (Bronze) und 2005 in San Patrignano (Silber) war der 27-jährige Jurassier Teil der helvetischen Podestequipe. 2007 in Mannheim resultierte mit dem Team Rang 4 – im Einzel war Liebherr als 18. die Beste.

Fünf von acht

Daniel Etter (35) aus Müntschemier war in der letzten Weltcupsaison die Nummer 2 der Qualifikation. Der Berner, der am 10.Juni erstmals Vater geworden ist, gewann unter anderem in Hertogenbosch. Wären da die letzten Sprünge nicht gewesen, der Seeländer wäre am Weltcupfinal in Las Vegas noch viel besser als auf dem (sehr guten) 10.Rang gelandet. Für die Tessinerin Clarissa Crotta finalmente, die erstmals auf EM-Niveau zum Einsatz kommt, dürfte die Erfahrung im Vordergrund stehen. Sein Team sei 2009 in 5 von 8 Nations-Cups, der Champions League also, auf dem Podest gestanden, sagt Grass – warum nicht auch an der EM im «Garten» der englischen Königin?

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