Die Haut teuer verkauft

Die Saison für den RSC Uttigen ist nach den Playoff-Viertelfinals vorbei. Die Aaretaler verlieren in Dornbirn 3:4 nach Penaltyschiessen. Die Uttiger sind enttäuscht – aber nicht frustriert.

Rui Ribeiro (rechts) strauchelt mit Uttigen.

Rui Ribeiro (rechts) strauchelt mit Uttigen.

(Bild: Markus Grunder)

Wenn sich zwei Teams auf Augenhöhe begegnen, entscheiden meist Nuancen über Sieg oder Niederlage. Im Fall des RSC Uttigen handelte es sich um einige Millimeter, welche das Aus im Playoff-Viertelfinal respektive das Saisonende besiegelten. Im entscheidenden Spiel in Dornbirn unterlag die Equipe 3:4 nach Penaltyschiessen, die Österreicher zogen damit in die Vorschlussrunde ein.

Lange war Uttigen auf Halbfinalkurs gelegen. Der Knick erfolgte erst knapp zehn Minuten vor Schluss. Uttigen führte 3:2, als Rui Ribeiro die Vorentscheidung verpasste. Der Portugiese traf nach einem schnellen ­Konterangriff nur die Latte. Wenig später begingen die Uttiger das zehnte Teamfoul, Dornbirn nutzte den direkten Freistoss zum Ausgleich.

Einige Pfostenschüsse

Bis dahin hatte die Equipe von Trainer René Althaus auf der schwierig zu bespielenden Piste in Vorarlberg vieles richtig gemacht. In der ersten Halbzeit glich Uttigen zweimal einen Rückstand aus. «Es wäre mehr dringelegen. Aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen», sagte der Coach. Das Penaltyschiessen sei Glückssache gewesen. Dornbirn war zweimal erfolgreich, Uttigen reüssierte einmal.

Althaus’ Team hatte auch in der Kurzentscheidung Pech, zwei Aaretaler trafen den Pfosten. Wobei die Österreicher – Dornbirn hat Gastrecht in der NLA – vom psychologischen Vorteil profitierten. Angesichts des Spielverlaufs fiel das Momentum gegen Ende der Begegnung auf die Seite des Favoriten.

Die Enttäuschung über das Ausscheiden hielt sich bei den Uttigern jedoch in Grenzen. Althaus betonte, das Duell vor rund 350 Zuschauern genossen zu haben: «Das war beste Werbung für den Rollhockeysport.»

Kern bleibt beisammen

In den nächsten Tagen wird Sportchef Bernard Seiler mit Althaus zusammensitzen, die Saison analysieren. «Viele Partien gingen knapp aus. Die Liga ist derart ausgeglichen, dass Details über Sieg oder Niederlage entscheiden», sagt Seiler. In der Qualifikation resultierte für die Aaretaler Rang fünf, für den dritten Platz fehlte ein Punkt.

Der Sportchef meint, das Kader sei etwas schmal besetzt gewesen, weshalb das Team mehrmals arg dezimiert habe antreten müssen. Seiler hält fest, es werde auf die kommende Spielzeit hin nicht viele Wechsel geben. Ziel sei es, die Mannschaft zu vergrössern – primär mit eigenen Nachwuchsspielern.

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