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Die Zeit ist reif

Mountainbike-Nationaltrainer Bruno Diethelm traut dem Oberaargauer Mathias Flückiger in der am Sonntag beginnenden Weltcupsaison den ersten grossen Sieg zu.

Mathias Flückiger.
Mathias Flückiger.
Max Furi

Gäbe es in der Mountainbike­disziplin Cross-Country eine Aus­zeichnung für den konstantesten Fahrer, gehörte Mathias Flückiger zu den aussichtsreichsten Anwärtern. Der Berner hat den Gesamtweltcup zuletzt auf den Rängen 6, 6, 5 und 5 abgeschlossen, das Olympiarennen in Rio auf Platz 6 beendet.

Konkurrenz erwüchse dem 29-Jährigen aus Ochlenberg ausgerechnet durch jene Athleten, die ihm in der Realität vor der Sonne stehen: Seit 2006 hat in der Gesamtwertung stets der Franzose Julien Absalon, der Bündner Nino Schurter oder der Tscheche Jaroslav Kulhavy triumphiert.

Und es überraschte, sollte diese Serie in der am Sonntag im tschechischen Nove Mesto beginnenden Saison 2017 zu Ende gehen.

Schneller als die Franzosen

Im Frühling 2011 sah es danach aus, als würde das Trio mittelfristig zum Quartett werden. Flückiger hatte in der U-23-Kategorie WM-Gold, EM-Gold und den Weltcup gewonnen; war ähnlich überlegen gewesen wie zwei Jahre vor ihm Schurter.

Punktuell vermochte Flückiger auch bei den Aktiven Akzente zu setzen, 2012 beispielsweise, als er im österreichischen Saalfelden hinter Schurter und seinem älteren Bruder Lukas WM-Dritter wurde. In der Regel jedoch reihte er sich hinter den Spitzenfahrern ein.

Nationaltrainer Bruno Diethelm sagt, die Zeit sei reif, er ­traue Mathias Flückiger in den nächsten Monaten den ersten grossen Sieg zu. Des Thuners Zuversicht beruht in erster Linie auf den jüngsten Auftritten, liess sich doch der Oberaargauer im April gleich zweimal als Sieger feiern.

In Bad Säckingen hielt er die Franzosen Maxime Marotte, Jordan Sarrou und Victor Koretzky – in der Weltrangliste allesamt in den Top 7 klassiert – problemlos auf Distanz. In Heubach, wie Bad Säckingen ein Rennen aus der höchsten Kategorie unterhalb des Weltcups, gehörte auch Absalon zu den Geschlagenen. Diethelm zufolge hat Flückiger einen «Sprung nach vorne» gemacht.

Auf die Frage, wie er die Perspektiven von Lukas Flückiger beurteile, beginnt der 58-Jährige zu schmunzeln. Möglich sei «eigentlich fast alles», sagt Diethelm und verweist auf ein Rennen im Ötztal, in welchem der 33-Jährige in zwei von sechs Runden Bestzeit realisierte. «Meistens hat er eine Runde drin, in der er den Faden verliert. Lukas ist und bleibt eine Wundertüte.» So ziemlich genau das Gegenteil seines Bruders, liesse sich ergänzen.

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