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Eklat am 17. Loch

Zwei Golferinnen streiten am Solheim-Cup in der Partie zwischen den USA und Europa um einen Ball – mit Folgen.

Mit der Wut im Bauch: Alison Lee bekam die Engstirnigkeit einer Konkurrentin zu spüren.
Mit der Wut im Bauch: Alison Lee bekam die Engstirnigkeit einer Konkurrentin zu spüren.
Keystone

Golf gilt als Gentleman-Sport. So ist es in der Spielform Matchplay üblich, dem Gegner kurze Putts zu schenken – er würde den Ball ja sicher ein­lochen. Beim Solheim-Cup der Frauen, dem Pendant zum Ryder-Cup, kam es am Sonntag in St. Leon Rot bei Heidelberg nun aber genau wegen dieser Sitte der Grosszügigkeit zu einem Eklat.

Auslöserin war die Norwegerin Suzann Pettersen, die am 17. Loch ihren Gegnerinnen einen Putt aus 45 cm nicht erliess. Das Problem dabei war nur, dass sie dies erst klar machte, als Alison Lee den Ball bereits ­auf­gehoben hatte. Damit verloren die Amerikanerinnen das Loch und kurz darauf auch die Partie.

Lee und Pettersens Mitspielerin Charley Hull brachen nach dem Streit, der darauf entstand, in Tränen aus. Die Norwegerin geriet gleich von allen Seiten in die Kritik und wurde als Muster der Unsportlichkeit auch vom eigenen Team an den Pranger gestellt. Die Amerikanerinnen liessen sich durch das Intermezzo zudem so anstacheln, dass sie einen grossen Rückstand (9,5:13,5) noch in den Sieg (14,5:13,5) verwandelten.

Pettersen hat inzwischen eingesehen, dass ihre Kleinlichkeit fehl am Platz und kontraproduktiv war. Ihre gestern über Instagram publizierte Entschuldigung umfasste 300 Worte. «Ich hoffe, das Team der USA vergibt mir», heisst es darin reumütig. (rst)

Der streitbare Ball auf Youtube

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