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Floorball Köniz siegt in der Neuauflage

Die Langnauer Tigers haben das erste Derby der Saison gegen Floorball Köniz mit 1:5 verloren. Die Emmentaler mussten auf zahlreiche Stammkräfte verzichten. Dominante Figur des Spiels war einmal mehr der Schwede Calebsson.

Kein Durchkommen für die Unihockey Tigers: Die Könizer Dario Wälti (links) und Pascal Sigg bremsen Simon Liechti (Bildmitte).
Kein Durchkommen für die Unihockey Tigers: Die Könizer Dario Wälti (links) und Pascal Sigg bremsen Simon Liechti (Bildmitte).
Marcel Bieri

Spiele zwischen den Unihockey Tigers und Floorball Köniz gelten in der Swiss Mobiliar League gemeinhin als Rendezvous unter Bekannten – in der vergangenen Saison standen sich die beiden Berner Equipen in acht Ernstkämpfen gegenüber.

Namhafte Absenzen

Das erste Derby der Saison 2009/10 kam jedoch keineswegs einer Routineveranstaltung gleich. Nur knapp die Hälfte jener Akteure, die beim letzten Playoff-Halbfinalspiel im März 2009 gespielt hatten, waren vorgestern in Biglen noch im Einsatz. Bei Köniz gründeten die Wechsel in zahlreichen Abgängen, bei den Tigers primär in einer prominent besetzten Verletztenliste: Die Nationalspieler Markus Gerber, Christian Suter, Ales Zalesny (Tschechien) und Olli Oilinki (Finnland) fehlten allesamt wegen Verletzung oder Krankheit. Und so war Tigers-Trainer Philippe Soutter, der in dieser Spielzeit die Nachwuchskräfte verstärkt ins Fanionteam integrieren will, quasi gezwungen, seine Jungtiger teils noch über deren Gebühr einzusetzen.

Soutters Erstaunen

Das Gebotene präsentierte sich in den ersten zwei Dritteln als zweischneidiges Schwert: Aus der Optik des Trainers war die Partie gewiss taktisch geprägt, für die 435 Zuschauer jedoch vorwiegend ereignisarm. «Wir hatten das Spielgeschehen während 30 Minuten recht gut unter Kontrolle. Nach einer Phase mit einigen Strafen verloren wir dann aber den Faden», sagte Soutter. Der Zürcher in Berner Diensten lag mit dieser Einschätzung richtig – in den Spezialsituationen erwiesen sich die Gäste als effizienter: Durch ein Überzahltor Kaspar Schmockers und einen fein vorgetragenen Konter in Unterzahl, den Daniel Calebsson erfolgreich abschloss, drehte Köniz gleichsam Resultat und Spielgeschehen. Und nach dem 1:3 durch Dario Wälti nahm Philippe Soutter zehn Minuten vor Spielende das Timeout. Zu einer Reaktion war das Heimteam in der Folge aber – zum Erstaunen seines Trainers – nicht mehr fähig. «Es war für mich etwas enttäuschend, dass wir keine Reaktion mehr zeigen konnten. In dieser Phase habe ich die Absenz der vier Nationalspieler gespürt, dem Team fehlten die Kraft und der Glaube an die Wende», analysierte Soutter und relativierte sogleich: «Diese Niederlage ist kein Unglück. Wir brauchen Zeit und nehmen diesen Entwicklungsprozess in Kauf. Unser Fokus liegt auf den Playoffs. Aber natürlich wollen wir das nächste Spiel gewinnen.» Bis zu diesem Zeitpunkt dürfte sich das Emmentaler Lazarett teilweise gelichtet haben. Stürmer Ales Zalesny hingegen wird sich wohl einer Knöcheloperation unterziehen und rund einen Monat ausfallen.

Calebssons Wert

Wegen den Ausfällen Oilinkis und Zalesnys stand Daniel Calebsson im Derby als einziger ausländischer Akteur im Einsatz – und war die prägende Figur. In der Vorsaison konnte sich Dario Wälti an Calebssons Seite prächtig entwickeln, und jetzt profitiert mit Daniel Danuser neuerlich ein Könizer Eigengewächs von der Spielintelligenz des Schweden. «Wir haben keinen Antener mehr, aber Danuser hat auch viele Qualitäten. Er macht seine Sache bis jetzt unglaublich gut», sagte Calebsson. Im Wissen, dass die Partie gegen die Tigers vielleicht anders verlaufen wäre, «wenn wir nicht das 2:1 erzielt hätten». Erstmals in dieser Saison liess Köniz-Trainer David Jansson mit drei Linien spielen, stellte aber im Schlussdrittel auf zwei Formationen um. Dem Saisonstart mit drei Siegen aus vier Partien kann Calebsson «viel Positives» abgewinnen, doch er mahnt zugleich: «Wir müssen realistisch bleiben: Den Tigers haben wichtige Spieler gefehlt und in der Breite sind wir noch nicht so stark. Unsere Einstellung muss in jedem Spiel stimmen, sonst wird es schwer.»

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