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Goldsprint ins Leere

Christian Coleman wird in Doha erstmals 100-m-Weltmeister – überlegen, aber nach Turbulenzen.

Die Welt war da, im Khalifa Stadium von Doha, nur Katar fehlte: Der erste Höhepunkt der Leichtathletik-WM im Golfstaat verpuffte ins Leere, die weltbesten Sprinter mussten den 100-m-König vor fast unbesetzten Rängen ermitteln. Wie bizarr das ist, erfuhr der neue Champion, als er sich mit seiner US-Fahne um die Schultern auf die Stadionrunde machte: Da war kaum jemand, der dem 23-jährigen Christian Coleman zugejubelt, ihn für seine Jahresweltbestleistung von 9,76 Sekunden gefeiert hätte. Welch Kontrast zur letzten WM 2017 in London, als das Olympiastadion zehn Tage lang mit 50 000 Zuschauern ausverkauft gewesen war. Coleman hatte damals hinter Justin Gatlin Silber gewonnen, gestern war es umgekehrt.

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