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Keine Einheimischen mehr im Turnier

In Gstaad sind alle Schweizer Teams ausgeschieden.

Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré sind auch in diesem Jahr in Gstaad mit von der Partie.
Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré sind auch in diesem Jahr in Gstaad mit von der Partie.
Keystone
Das Schweizer Frauenduo Forrer/Vergé-Dépré zeigt vollen Einsatz.
Das Schweizer Frauenduo Forrer/Vergé-Dépré zeigt vollen Einsatz.
Keystone
Brasilianer im Finale 2013 in Gstaad: Das Team Bruno/Pedro (vorne) spielte gegen die Landsleute Ricardo/Alvaro Filho.
Brasilianer im Finale 2013 in Gstaad: Das Team Bruno/Pedro (vorne) spielte gegen die Landsleute Ricardo/Alvaro Filho.
Marius Aschwanden
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Erstmals seit der WM 2007 sind am Heimturnier in Gstaad am Finalwochenende keine Schweizer Beachvolleyballer mehr vertreten. Bestklassiertes Duo waren Joana Heidrich/Nadine Zumkehr als Neunte. Rein resultatmässig fällt die Schweizer Bilanz am Grand Slam im Berner Oberland also ernüchternd aus. Ausser Heidrich/Zumkehr schafften es nur Philip Gabathuler und Jonas Weingart über die Vorrunde hinaus. Das topgesetzte Duo verlor seinen Sechzehntelfinal gegen die Italiener Paolo Nicolai/Daniele Lupo nach fünf nicht verwerteten Satzbällen 13:21, 26:28 und belegte dadurch den geteilten 17. Rang. Alle anderen vier Schweizer Tandems, je zwei pro Geschlecht, kamen nicht über die Gruppenphase hinaus.

Beim nationalen Verband sorgt das schlechte Abschneiden nicht für Aufregung. Die Verantwortlichen von Swiss Volley sind sich bewusst, dass sich die neu formierten Teams «ihr Lehrgeld abverdienen müssen», wie es Stefan Kobel formulierte.

Für den Cheftrainer der Männer sind diese teils bitteren Niederlagen «Momente, die sie zu ertragen haben». In Sachen Spielstruktur sieht der Olympiadritte von 2004 keinen Grund, sich auf dem falschen Weg Richtung Rio 2016 zu wähnen oder die Zusammensetzung der Teams und Verbandsstrukturen zu hinterfragen. «Aber natürlich ist es bitter, wo wir bei den Männern resultatmässig stehen.» Die Vorrunde schlossen die Männer mit einer massiv negativen Siegbilanz (1:8, 4:15 Sätze) ab. Zum einzigen Erfolgserlebnis, jenem von Gabathuler/Weingart am Donnerstag, kamen gestern drei Niederlagen dazu. Alexei Prawdzic/Mirco Gerson und Sébastien Chevallier/Mats Kovatsch verloren zum Abschluss der Gruppenphase auch das dritte Spiel.

Der bittere Einbruch

Was derweil Joana Heidrich in ihrer Spielanalyse sagte, traf auf den Zwischenstand im ersten Satz zu: «Wir hatten sie dort, wo wir sie haben wollten.» 15:9 führte die Blockerin aus Kloten mit ihrer Oberländer Partnerin in der WM-Revanche gegen Lili/Seixas aus Brasilien. Was folgte, war ein schwer erklärbarer Einbruch des bis dahin klar besseren Teams. «Es ist das Gleiche passiert wie an der WM in Polen. Damals hatte Joana mit einem Tief zu kämpfen, diesmal ich», sagte Zumkehr. Ein Lauf von sieben Punkten von Lili/Seixas begann, in den Köpfen der Schweizerinnen Denkprozesse in Gang zu setzen. «Ich liess mich von der Negativserie wahnsinnig verunsichern», gab Zumkehr unumwunden zu. Am Ende war der geteilte 9.Rang für Heidrich/Zumkehr die dritte Top-10-Klassierung an einem Grand Slam in der ersten gemeinsamen Saison.

si/BZ

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