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Keiner turnte schwieriger als Pablo Brägger

Der St. Galler Pablo Brägger hat an der WM in Montreal im Mehrkampffinal seine ausgezeichnete Form bestätigt.

Pablo Brägger holte sich mit sauberen Übungen viel Selbstvertrauen.
Pablo Brägger holte sich mit sauberen Übungen viel Selbstvertrauen.
Keystone

Es sind aufregende Tage für den Schweizerischen Turnverband in Montreal. Sieben Finalplätze an einer WM, das geglückte Comeback von Giulia Steingruber auf internationaler Bühne, das beste WM-Ergebnis eines Schweizer Mehrkämpfers seit Urzeiten – und der Höhepunkt folgt erst noch.

Die Chancen in den Gerätefinals vom Wochenende auf die erste WM-Medaille seit 2009 und Ariella Kaeslins Silber am Sprung sind intakt. Die Ausgangslage ist vielversprechend, vor allem am Reck.

Als Zweiter und Vierter der Qualifikation treten Pablo Brägger und Oliver Hegi zum Final an, als einzige Nation stellt die Schweiz am Königsgerät mit dem Gold- und Silbermedaillengewinner der Europameisterschaften in Cluj-Napoca zwei Finalisten. Keiner turnte schwieriger als Brägger, nur der Russe David Beljawski turnte schöner als Hegi. «Sie haben gute Chancen, eine Medaille zu machen», ist Felix Stingelin, der Chef Spitzensport des STV, überzeugt.

Bräggers gute Form

Brägger untermauerte im Mehrkampffinal, dass seine Form stimmt – trotz einer leichten Erkältung, mit der er und seine Teamkollegen in den letzten Tagen zu kämpfen hatten. «Fünf von sechs Geräten sind mir sehr gut gelungen.» Am Reck erhielt er sogar eine noch leicht höhere Wertung als in der Qualifikation.

«Das gibt Selbstvertrauen für den Final am Sonntag. Es zeigt, dass ich mich an die Umstände hier gewöhnt und die Übung draufhabe.» Der 24-Jährige aus Oberbüren ist sich der verheissungsvollen Ausgangslage bewusst. «Sich auf die Rangierung zu fokussieren und versuchen, den zweiten Rang der Qualifikation zu bestätigen, bringt aber nichts. Damit macht man sich nur kaputt.»

Zu seinem ersten Auftritt in einem WM-Gerätefinal kommt Brägger bereits eine gute Stunde vor dem abschliessenden Showdown am Reck. Am Barren tritt er als Achter der Qualifikation indes nur als Aussenseiter auf die Medaillen an.

«Ich kann nur gewinnen.» Die Hauptprobe im Mehrkampffinal missglückte ihm, der Sturz kostete ihn einen Platz in den Top Ten. Brägger hofft, dass er bis zum Sonntag wieder topfit ist. «Erholung, Erholung, Erholung», gab er als Motto für die beiden wettkampffreien Tage aus.

Hegis erster WM-Gerätefinal

Das Gefühl, in einem WM-Gerätefinal zu stehen, kennt Oliver Hegi. Der Aargauer qualifizierte sich bereits 2015 für den Reck­final, in dem nach einem Sturz nur der 7. Rang resultierte. «Nun versuche ich ruhig zu bleiben, das ist mir in Glasgow nicht gelungen», sagt Hegi.

Daran denken, was möglich ist, will er nicht. «Ich konzentriere mich auf meine Übung.» Über die guten Klassierungen von ihm und Brägger im Vorkampf zeigte er sich überrascht. Einige Medaillenanwärter waren in der Qualifikation auf der Strecke geblieben. Das Reck verzeiht keine Fehler.

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