Zum Hauptinhalt springen

Mit einem 10:4 in die Halbfinals

An der Unihockey-WM in Neuenburg ist auch Viertelfinal-Gegner Lettland keine Hürde für die Schweizerinnen.

Der Anfang der Torflut: Die Schweizerinnen feiern das 1:0.
Der Anfang der Torflut: Die Schweizerinnen feiern das 1:0.
Claudio Thoma/freshfocus

Nun traf auch die Jüngste. Es war ein Makel in der sonst so starken ersten Linie der Schweizerinnen gewesen, den es auszumerzen galt. Isabelle Gerig, mit 21 Jahren die jüngste Spielerin im Schweizer Nationalteam der Frauen, hatte in den drei Gruppenspielen als einzige ihres Blocks keinen Treffer erzielt gehabt. Bis zum Viertelfinal gegen Lettland.

Dort brauchte sie gerade mal 2:09 Minuten, um ein erstes Mal zu treffen. Die Stürmerin der Kloten-Dietlikon Jets, die nach dem Gruppenspiel gegen Polen von Nationalcoach Rolf Kern wieder in der ersten Linie aufgestellt wurde, erzielte in den nächsten Minuten gar noch zwei weitere Tore.

«Es ist sicher schön, dass ich jetzt auch getroffen habe, aber letztendlich ist es egal, wer am Ende den Ball über die Linie drückt», sagte die zur besten Spielerin erkorene Gerig nach dem Spiel.

Tic-tac-toe: Die Schweizerinnen kombinieren sich zum 2:0. (Video: SRF)

Die Schweizerinnen agierten gegen Lettland deutlich konzentrierter, als noch gegen Polen. Vor allem die erste Linie um Gerig, Topskorerin Rüttimann und Suter beeindruckte mit gutem Kombinationsspiel, war für acht der zehn Treffer verantwortlich.

In der Defensive ortet jedoch der Captain Flurina Marti nach dem 10:4-Sieg noch Verbesserungspotential. «Die Gegentore, die wir kassiert haben gegen einen Team, das nicht zu den Top-4 zählt, trüben ein wenig meine Stimmung.»

Zu den Top-4-Nationen wird der wahrscheinliche Halbfinalgegner vom Samstag gehören. Läuft alles nach Plan, treffen die Schweizerinnen dort auf Tschechien. «Wir müssen von Anfang an bereit sein, wie gegen Finnland», sagt der Captain. Mit einem Sieg würde die Schweiz das erste Mal seit 10 Jahren wieder in einem WM-Final stehen. (erh)

Neuenburg. WM der Frauen. Viertelfinals: Schweiz - Lettland 10:4 (5:0, 4:2, 1:2). Finnland - Slowakei 8:6 (5:2, 1:2, 2:2). – Die Schweiz trifft im Halbfinal am Samstag (17.45 Uhr) auf den Sieger der Partie Tschechien gegen Polen.

Schweiz – Lettland 10:4 (5:0, 4:2, 1:2)

Patinoires du Littoral, Neuenburg (SUI). - 897 Zuschauer; SR Tom Kirjonen, Jyrki Sirkka (FIN).–Tore: 3. Gerig (Reinhard) 1:0. 5. Gerig (Suter) 2:0. 8. Gerig (Suter, Ausschluss Matisone) 3:0. 11. Scheidegger (Spichiger) 4:0. 15. Reinhard (Rüttimann) 5:0. 21. Suter (Marti) 6:0. 26. Metala (Mikova) 6:1. 28. Rüttimann (Suter) 7:1. 31. Pavlovska (Ankudinova) 7:2. 34. Zwinggi (Ulber) 8:2. 37. Wiki (Marti, Ausschluss S. Berzina) 9:2. 51. Gaugere (S. Berzina) 9:3. 57.10 Gaugere (Grapena) 9:4. 57.24 Suter (Liechti) 10:4.–Strafen: keine Strafen gegen die Schweiz; 2x2 Minuten gegen Lettland.Schweiz: Schmid; Marti, Reinhard; Stella, Gredig; Mischler, Liechti; Frick; Gerig, Rüttimann, Suter; Spichiger, Gämperli, Scheidegger; Zwinggi, Ulber, Wiki; Hintermann, Rossier.Lettland: Visnevska; Kirilova; Pavlovska, S. Berzina; Adamane, Mikova; Ametere, Gravite; Grapena, Gaugere, Rozite; Garbare, E. Berzina, Matisone; Metala, Stapkevica, Vancane; Martinjekaba, Eglite, Ankudinova.Bemerkungen: Gerig (SUI) und Pavlovska (LAT) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

----------

Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch